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katholische Kitas in Hilden machen seit 10 Jahren gemeinsame Sache

Katholischen Pfarrgemeinde in Hilden : Kitas machen seit 10 Jahren gemeinsame Sache

Seinen runden Geburtstag begeht das Katholische Familienzentrum Hilden am Sonntag mit einem Wortgottesdienst und einer kleinen Ausstellung.

Maria, Elisabeth, Josef, Konrad, Christophorus und Jacobus – all diese Heiligen haben Vorschulkinder kurz vor den Sommerferien in Wasserfarbe und mit Malstiften auf Papier gebannt, versehen mit kurzen Sätzen zu Leben und Wirken. „Die Herangehensweise war sehr unterschiedlich“, sagt Diakon Michael Ruland mit Blick auf die mehr als 50 kleinen Kunstwerke. Die sind derzeit zu den gewohnten Öffnungszeiten im Gemeindezentrum „Atrium St. Jacobus“ an der Ecke Hochdahler Straße/Mittelstraße zu bewundern.

Hintergrund der Aktion ist ein runder Geburtstag: Das Katholische Familienzentrum Hilden feiert sein zehnjähriges Bestehen. Ein Netzwerk hatten die Leitungen der sechs katholischen Kindertagesstätten schon 1998 gebildet, das den pädagogischen Austausch fördern und gemeinsame Ziele koordinieren sollte. Die tatsächliche Fusion war schließlich die logische Folge einer landauf landab beobachteten Entwicklung: Im Jahr 2010 schlossen sich die katholischen Hildener Pfarrgemeinden unter dem Patronat des Heiligen Jacobus zusammen.

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Daraufhin entstand eine Koordinierungsgruppe, um die Gründung des Katholischen Familienzentrums voranzubringen. Das wurde bald Realität: Von ursprünglich sieben Kindertageseinrichtungen in katholischer Trägerschaft ging eine an die Stadt, die übrigen sechs, eine davon in Händen der Caritas, verbanden sich schließlich unter dem Leitbild „Kommt und Seht – Ich bin da!“.

Der Zusammenschluss ist mehr als nur eine sprachliche Regelung, wie Diakon Ruland verdeutlicht: Die Einrichtungen des Familienzentrums seien „Orte lebendigen Glaubens und wichtige Bestandteile im Leben unserer Pfarrgemeinde“, betont er. Besondere Auswirkungen habe die Fusion auf die pastorale Arbeit gehabt: „Wir feiern unsere Heiligen zusammen“, erklärt Ruland, der in allen Einrichtungen tätig ist – wenn auch in Corona-Zeiten zwischenzeitlich in etwas eingeschränktem Maße.

Viele gemeinsame Aktivitäten prägen das Kita-Leben im Rahmen des Familienzentrums. Da gab es einen „Koffer für das Leben“, den Eltern für den Nachwuchs mit allerlei immateriellen Gütern gepackt hatten, aber auch einen gemeinsamen Trauerkoffer für schwere Momente. Ob Erntedankfest oder Weihnachtsgottesdienste für die Kleinen – „Wir haben vieles inhaltlich zusammengeführt, und die Angebote ergänzen sich“, berichtet Ruland. Ideen und Pläne für die Zukunft gibt es viele – manches, von Spaziergängen und Picknicks bis zum gemeinsamen Adventssingen, steht allerdings immer unter dem Vorbehalt pandemie-bedingter Vorschriften und Abwägungen.

Erst einmal steht ohnehin der zehnte Geburtstag auf dem Programm: Den feiert das Familienzentrum mit einem Kinder-Wortgottesdienst am Sonntag, 21. August, um 10 Uhr im Freien vor der Kirche St. Jacobus im Zentrum Hildens. Im Anschluss sollen Kinder, Eltern und andere Verwandte noch ein wenig verweilen – und können im Atrium die Heiligen-Bilder mitsamt Texten bewundern.