Hilden Karnevalsmuseum bangt um Existenz und bittet um Hilfe

Kreis Mettmann · Gerade – in der Session – stand es noch im Mittelpunkt des Interesses, jetzt sendet es einen Hilferuf: Das Heinrich-Wimmer-Karnevalsmuseum für den Kreis Mettmann bangt um seine Existenz.

 Ralf Bommermann an einer Puppe mit der Uniform der Monheimer Garde Blau Weiß.

Ralf Bommermann an einer Puppe mit der Uniform der Monheimer Garde Blau Weiß.

Foto: Staschik, Olaf

Gerade — in der Session — stand es noch im Mittelpunkt des Interesses, jetzt sendet es einen Hilferuf: Das Heinrich-Wimmer-Karnevalsmuseum für den Kreis Mettmann bangt um seine Existenz.

Der Bestand von nahezu 38.000 Exponaten sei gefährdet, schreibt der Vorsitzende des Trägervereins, Ralf Bommermann. "Da unser Gönner Heinz Roßkothen verstorben ist und das Anwesen verkauft werden soll, werden wir uns neue Räume suchen müssen." Dies könne nur gelingen, wenn die nötigen Mietkosten aufgebracht würden.

Das Museum besteht seit 2007 und hat es sich zum Ziel gesetzt, den Karneval im Kreis Mettmann zu begleiten und zu dokumentieren. Durch jährliche Prinzentreffen, Kinderprinzentreffen und der Teilnahme an der kreisweiten Museumsnacht ist das mehrstöckige Haus zu einem festen Bestandteil des heimatstädtischen Brauchtums und damit der rheinischen Kultur geworden.

Die Ausstellung kann samstags und nach Terminvereinbarung besucht werden. Für eine nachhaltige Finanzierung, so hat es der Vereinsvorstand ausgerechnet, braucht der Verein 200 Mitglieder, die bereit sind, 25 Euro Jahresbeitrag aufzubringen — eine Mitgliederzahl, von der der Verein derzeit weit entfernt ist. Wenn die Hilfe nicht zusammenkommt, steht eine Schließung des Museums im Raume.
www.rheinisches-karnevalsmuseum.de

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