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Hilden: Kämmerer-Streit: Stadt verteidigt sich

Hilden : Kämmerer-Streit: Stadt verteidigt sich

Die Bürgermeisterin und ihr Erster Beigeordneter widersprechen sich.

Drei Tage herrschte Funkstille - gestern jedoch meldete sich Hildens Bürgermeisterin Birgit Alkenings im schwelenden Streit um die Besetzung der Stelle des Stadtkämmerers und Leiters des Amtes für Finanzservice bei der Stadt Hilden erstmals zu Wort.

Sie habe bis zum Vorabend leider noch über keine verlässlichen Daten verfügt, weil die beauftragte Personalfirma die Namen der zur Vorstellungsrunde gebetenen Kandidaten "deutlich später geliefert hat, als erwartet", erläuterte sie.

Erst seit Mittwoch, so die SPD-Politikerin weiter, wisse sie, wer zur Vorstellungsrunde am kommenden Montag eingeladen sei. Dass Michael Witek, der langjährige Leiter des Beratungs- und Prüfungsamtes und einzige verwaltungsinterne Bewerber, dazugehört, wollte sie aus datenschutzrechtlichen Gründen allerdings nicht bestätigen.

Der "Flurfunk" im Rathaus verbreitete gestern jedenfalls engagiert die Version, der von der Stadtspitze offenbar ungeliebte Witek sei nun doch eingeladen.

Für Irritationen sorgte gestern jedoch eine deutliche Diskrepanz zwischen den Äußerungen der Bürgermeisterin und ihres Ersten Beigeordneten Norbert Danscheidt.

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Der hatte die Politiker bereits am Dienstag, 22. Mai, per Mail zur Kandidatenvorstellung am kommenden Montag eingeladen. In dem Schreiben heißt es wörtlich_ "Es ist zfm (die Personalfirma, d. Red.) inzwischen gelungen, zwei geeignete Kandidaten zu finden, so dass eine Vorstellungsrunde unter Beteiligung der Fraktionen stattfinden kann."

Das war vor mehr als zwei Wochen. Bleibt die Frage, wer sich da zeitlich wohl vertan hat.

(RP)