Hilden: Jecke schunkeln auch im kalten Regen

Hilden: Jecke schunkeln auch im kalten Regen

Um Punkt 10 Uhr stehen zwei bunte Gartenzwerge mit roten Zipfelmützen vor der Bühne der Großen Hildener Karnevalsgesellschaft 1950 und schunkeln zu den ersten jecken Liedern, die aus den Boxen klingen.

Heike und Ralf Zoike lieben die fünfte Jahreszeit. Für sie ist der Straßenkarneval ein Höhepunkt - auch bei Kälte und Regen. "Wie man so schön sagt, es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung", erzählt Heike Zoike lächelnd: "Für uns ist der Straßenkarneval ein Treffpunkt, um andere Hildener wiederzusehen und um zusammen zu feiern. Dabei geben wir uns natürlich besonders viel Mühe bei unseren Kostümen, die wechseln jedes Jahr." Armin Kuhn, einer der Veranstalter des Straßenkarnevals, zeigt sich optimistisch: "Seit 32 Jahren feiern wir den Hildener Straßenkarneval mit großer Bühne und tollem Programm. Da kommt immer Stimmung auf, auch bei schlechterem Wetter.

Von kurz nach zehn bis 14.11 Uhr erwartete die Hildener ein jeckes Programm mit Musik, Tanz und Besuchen von den Hildener und Erkrather Prinzengarden. Diese erhalten dabei den Orden der Session mit dem neuen Festwagen, dem ganzen Stolz der Gesellschaft. Nach dem Programm auf der Mittelstraße geht es mit einem Wachaufzug weiter. "Wir geben uns immer besonders viel Mühe, das Programm interessant zu gestalten, denn der Straßenkarneval ist eigentlich eine eigene Sitzung für die Bürger der Stadt Hilden."

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Auch Ingrid Harer, die als Katze verkleidet ist, freut sich auf das Programm. "Als Düsseldorferin kenne ich den Karneval sehr gut, aber ich muss sagen, dass es mir in Hilden fast besser gefällt, weil es kleiner und familiärer ist. Daher bin ich seit 13 Jahren dabei und habe jedes Jahr viel Spaß." Dann holt Präsident Sven Jürgensen die Itter-Früchtchen auf die Bühne und alle stimmen ein - das ist Karneval in Hilden.

(anze)