Hilden: Jazztage: Veranstalter zufrieden

Hilden : Jazztage: Veranstalter zufrieden

Nach dem Ende der 17. Hildener Jazztage zieht Peter Baumgärtner positive Bilanz. Die Konzert-Veranstaltung war sowohl musikalisch als auch wirtschaftlich ein Erfolg. Nächstes Jahr wird der Eintritt vermutlich teurer.

Peter Baumgärtner hat viel geschuftet in den vergangenen Wochen, vor allem an den letzten Tagen; jetzt ist der künstlerische Leiter der Jazztage müde. Aber wenigstens hat sich die Anstrengung gelohnt: Auch die 17. Ausgabe der Hildener Jazztage war ein Erfolg. Mit etwa 4500 Besuchern war die Zahl genauso hoch wie in den Vorjahren — und das trotz Europameisterschaft und obwohl am Samstagabend wegen des Spiels der deutschen Mannschaft keine Konzerte veranstaltet wurden. Auch die Groove-Night ist ausgefallen. Insgesamt spielten 16 Jazz-Formationen auf 18 Konzerten — musikalisch wieder auf hohem Niveau.

Schon die Eröffnung wurde zu einem der Höhepunkte des Festivals: Die Band Klaro um Saxophonistin Karolina Strassmayer wurde im Kunstraum umjubelt. Foto: olaf staschik

Der wirtschaftliche Erfolg hat sich sogar etwas verbessert, sagt Peter Baumgärtner, ohne allerdings konkrete Zahlen zu nennen. Nur so viel: "Wir schreiben schwarze Zahlen." Dafür musste er allerdings seinen persönlichen Einsatz erhöhen und etwa beim Auf- und Abbau von Schlagzeugen selbst anpacken.

Der Etat von etwa 100 000 Euro erfordert hartes Wirtschaften. "Ich hätte gerne 30 000 Euro mehr, das wäre ein ganz anderes Arbeiten. Ich könnte mich dann um andere Dinge als den Aufbau von Schlagzeugen kümmern", sagt Baumgärtner. Aber es gebe keinen Anlass zur Klage. Neben Zuschüssen der Stadt und einer Stiftung sowie den Eintrittsgeldern ermöglichen vor allem Sponsoren die Veranstaltung. Größter Sponsor ist die Sparkasse, es gebe aber auch viele mittelgroße und kleinere Spenden, denen Baumgärtner dankte.

Jetzt macht er sich erste Gedanken über die nächsten Hildener Jazztage. Welches Motto auf das diesjährige — Word Jazz / Jazz World — folgen soll, weiß er noch nicht. Die eine oder andere Veranstaltung mit Latin-Einflüssen werde es vermutlich geben. Er denkt auch darüber nach, die Stadthalle besser auszunutzen und etwa im Foyer die Groove-Night zu veranstalten.

Sicher ist Baumgärtner allerdings, dass die Jazztage-Buttons teurer werden. "Der Preis von zwölf Euro lässt sich nicht halten." Er geht von zukünftig 16 Euro aus.

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(RP)
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