Qqtec Hilden: Internationale Kunstpreise vergeben

Qqtec Hilden: Internationale Kunstpreise vergeben

Große Spannung herrschte am vergangenen Wochenende in der QQtec-Galerie, denn zwei internationale Kunstpreise zur Ausstellung "Zeit" wurden vergeben. QQArt 6 wurde verliehen, weil es die sechste Ausstellung der renommierten Hildener Kunstgalerie ist.

Ausgestellt waren 43 Fotos, Bilder, Objekte, Installationen und eine Skulptur. Mona Schäfer aus Paderborn erhielt den mit 1000 Euro dotierten 1. Preis, gestiftet von der Stadtsparkasse Hilden-Ratingen-Velbert, für Ihre Kartoffel-Fotografien. Überreicht wurde der Preis von Sparkassen-Repräsentant Klaus Lettmann. Die Preisträgerin hatte die ungewöhnliche Idee, keimende alte Kartoffeln zu fotografieren: quasi neues Leben aus alter Haut. "Noch nie habe ich einen Preis gewonnen", sagte die Künstlerin beeindruckt. Die vier Fachjuroren waren angetan von Idee, Farbe und Fotoqualität.

Zusätzlich hatte Galerie-Chef Dr. Helmut Stein sich entschlossen, einen Publikumspreis im Wert von 500 Euro zu vergeben. Angetan war er von der großen Besucherzahl und den vielen Rückmeldungen zu den Lieblingsobjekten der Besucher. Diesen ersten Preis gewann der Fotokünstler Stephan Maria Aust (Gerresheim). Fotografiert hatte er einen fast leeren Bahnsteig am Düsseldorfer Hauptbahnhof mit ICE und zwei vorbeieilenden Fußgängern. Das Licht, die Atmosphäre, das minimalistische Bild - verblüffend. Der Werbefotograf Aust arrangiert und retuschiert nichts. Darum sind seine Fotografien nicht nur Unikate, sondern nicht wiederholbar.

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Aber auch die 2. und 3. Plätze der jeweiligen Preisverleihungen wurden bei der Finissage erwähnt. "Auch wenn es dafür kein Geld gibt", sagt Dr. Stein, "ist es doch eine Ehre für die Künstler". Unter den so Geehrten aus der Region waren Katy Schnee (Fotografie) und Gerd Clemens (Skulptur), beide aus Erkrath. Auch Armin Schmidt aus Heiligenhaus war unter den so Geehrten. Er malte mit Wasser und Pinsel auf eine poröse Granitplatte. Höchstens zehn Minuten lebte das Bild. Dann war es verschwunden, weil das Wasser verdunstet war. Der Portraitierte konnte in dieser Zeit zuschauen, wie sein Konterfei auf immer verschwand. Viel Zeit blieb nicht.

(gund)