Insolvenzverwalter des Autozulieferers Wielpütz sucht Investoren

Hilden/Haan : Insolvenz: Wielpütz sucht Investoren

Der Verwalter des Autozulieferers ist zuversichtlich. Entlassungen sind nicht geplant.

Nikolaos Antoniadis geht fest davon aus, dass die Firma Wielpütz noch in diesem Jahr an einen Investor verkauft wird. „Wir verhandeln bereits mit potentiellen Käufern“, sagt der Insolvenzverwalter des strauchelnden Autozulieferers.

Im Dezember kurz vor Weihnachten haben die die 850 Mitarbeiter in Hilden und Haan die Nachricht erhalten, dass Wielpütz finanzielle Probleme hat. Als Grund nannten die Geschäftsführer den Umbruch am Automarkt und die generelle Kritik am Verbrennungsmotor. Das seit 2017 geltende, strengere Testverfahren WLTP habe „zu Veränderungen im Markt geführt, die sich auch auf Automobilzulieferer wie Wielpütz auswirken“, hieß es. „Die verzögerte Marktzulassung von neuen Motoren verursachte erhebliche kurzfristige Umsatzverschiebungen.“

Zunächst hatte die Firma einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt. Doch kurz darauf hat Insolvenzverwalter Nikolaos Antoniadis komplett die Zügel übernommen. Wielpütz stellt unter anderem Ölleitungen, Ölmessstäbe, Rohre und Pedale her. Zu den Kunden zählt nahezu die gesamte Autoindustrie, von VW-Audi über Ford, General Motors bis zu BMW, Porsche oder Daimler. Wielpütz kann auf fast 120 Jahre Firmengeschichte zurückblicken. Als Teilezulieferer habe man stets vom starken Exportanteil der Kunden profitiert, hieß es.

„Entlassungen hat es bislang keine gegeben, es sind auch keine geplant“, erklärt Insolvenzverwalter Nikolaos Antoniadis. Ob sie sich auch in Zukunft komplett vermeiden lassen, könne er heute jedoch nicht vorhersehen.