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Hilden: Inner-Wheel-Damen laden zum 20. Basar

Hilden : Inner-Wheel-Damen laden zum 20. Basar

Der Inner Wheel Club ist ein Paradoxon: Auf der einen Seite gibt es ihn seit Jahrzehnten, veranstaltet er Wohltätigkeitsbasare und andere Events. Auf der anderen Seite fragen die Leute immer noch: Inner wer? "Wir würden uns freuen, wenn mehr Menschen erfahren, was wir machen und wer wir sind", sagt Gabriele Probst.

Sie selbst ist seit vielen Jahren Mitglied im Inner Wheel Club Hilden-Haan-Neandertal und derzeit die Präsidentin des reinen Damenzirkels — und sie hat sich vorgenommen, für "ihren" Club mächtig zu trommeln. Die nächste Gelegenheit dazu ist am Samstag, 24. November. In der Zeit von 10 bis 15 Uhr veranstalten die Frauen ihren Wohltätigkeitsbasar im Hildener Bürgerhaus, und sie können mit dieser Veranstaltung bereits auf 20 Jahre zurückschauen. 1992 gab es den Basar erstmals, damals organisiert von der Hildenerin Hiltrud Ballon, die nach wie vor aktiv in dem Club ist.

Neu ist, dass es diesmal auch eine Design-Fundgrube mit gut erhaltener Frauenkleidung und modischen Accessoires Second Hand gibt. "Dafür waren unser Mitglieder eigens unterwegs, und die entstandene Fundgrube lohnt einen Besuch", wirbt Probst. Ansonsten im Programm: eine große Tombola, für die die Inner-Wheel-Damen während des gesamten Jahres geworben haben, sowie ausgefallene Geschenke und Holzarbeiten, weihnachtliche Dekorationen und Kleinigkeiten. Und natürlich der Klassiker: hausgemachte Marmelade. Mehrere tausend Euro nehmen die 39 Frauen, die dem Hildener Club angehören, jährlich allein mit dem Basar ein. Gesammelt wird immer für mehrere lokale Vereine und ein internationales Projekt, diesmal für eine Einrichtung in Burkina Faso, die sich um behinderte Kinder kümmert. In der Region unterstützen die Clubfrauen das Hildener Stellewerk und den Kinderschutzbund, die Haaner Tafel und den Verein Kipkel sowie das Frauenhaus Mettmann und das Wohnstift St. Johannes in Erkrath.

Entstanden ist der Inner Wheel Club einst, als sich die Ehefrauen der Rotarier zusammentaten. Das war 1968. In Hilden gründete sich der Club 1979, aber längst sind die Frauen nicht mehr nur Partnerinnen von Rotariern. "Wir sind ein nicht staatlicher Serviceclub und haben drei Ziele", sagt Probst. "Erstens die Freundschaft untereinander pflegen. Zweitens sozial dienen, und drittens kümmern wir uns um internationale Verständigung." Dafür treffen sich die Mitglieder einmal im Monat abends, "zu einer Zeit, die auch Berufstätigen entgegenkommt", wie es heißt. Denn ungefähr die Hälfte der Frauen ist berufstätig, die andere Hälfte ist es entweder nicht — oder nicht mehr. Die Jüngste ist 40 Jahre alt, die Älteste 90, eine Spanne, die der Club bei seinen Treffen auch durch besondere Vorträge zu den verschiedensten Themen abdecken möchte. Die Berufe der Frauen reichen dabei von Apothekerin bis Lehrerin. Probst, deren drei erwachsene Kinder aus dem Haus sind, ist auch Lehrerin, sie unterrichtet am städtischen Gymnasium Haan Deutsch und Sport. Weitere Mitglieder nimmt der Club gerne auf. Wer sich dafür interessiert, kann die Wheel-Frauen ansprechen oder eine Mail senden an: gaby.probst@hotmail.de. Der Club entscheidet mehrheitlich, ob eine Frau aufgenommen wird oder nicht.

Samstag, 24. November, 10 bis 15 Uhr: Basar in der Cafeteria des Bürgerhauses, Mittelstraße 40

(RP/ac)