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In der Stadtbücherei Hilden stehen Bienen im Fokus​

Aktion zum Welttag der Bienen in Hilden : In der Bücherei sind Bienen im Fokus

Hildens Stadtbibliothek hatte am Freitag zum Weltbienentag einen vielfältigen Aktionstag in ihren Räumen am Nove-Mesto-Platz organisiert.

In der Hildener Stadtbücherei steht die Welt Kopf. Nicht still und leise ist es heute, sondern kreativ und informativ. Zu Ehren und zum Gedenken der Bienen gibt es aus Anlass des Weltbienentags am 20. Mai  einen Aktionstag für die Honigproduzenten. Ausnahmsweise stehen hier mal nicht Bücher, Filme und Videospiele im Mittelpunkt, sondern Bienen, Honig und natürlich die Imker.

„Es ist wichtig, über Bienen und die Imkerei zu informieren. Denn die Aufgaben für die Natur und Umwelt sind nicht zu unterschätzen.“ erklärt Helmut Peters von der Honigmanufaktur Neanderthal. Er ist seit acht Jahren Imker mit Herz und Seele und mittlerweile stolzer Besitzer von 25 Honigbienenvölkern. Das Wort Volk, kann dabei wirklich wörtlich genommen werden. Denn genauso wie bei den Menschen sind auch die Aufgaben bei den rund 20- bis 60.000 Bienen pro Volk gut verteilt. „Da gibt es zum einen die Königin, die zum Eierlegen da ist. Dann die weiblichen Arbeiterinnen und die männlichen Drohnen.“ erklärt Johannes Caspary, der sich schon seit 20 Jahren mit Honigbienen und der Imkerei beschäftigt. Und Helmut Peters weiß, dass die Bienen mit ihren Bestäubungen unverzichtbar für den Erhalt der Blumen und Pflanzen sind. Aber er erinnert auch an die Wichtigkeit der Imker: „Wir beschützen die Honigbienen vor Milben, Bakterien und Viren. Die Honigbienen würden in freier Wildbahn nicht überleben.“

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In der Bücherei informieren zahlreiche Plakate, Ausstellungsstücke und natürlich die Imker selbst über die Thematik. Mancher Besucher merkt bei seinem Rundgang, im Grunde sehr wenig über die Bienen zu wissen. Doppelt Glück hatte Carlos Seoane Morente. Er war  ganz zufällig in die Bücherei gekommen und hatte die Aktion entdeckt. „Der Imker wirkte sehr kompetent und konnte mir viel erklären“, berichtet er. Er würde gerne mit seiner ganzen Familie wiederkommen, sollte die Aktion im nächsten Jahr erneut stattfinden.

Denn auch für die Kinder gibt es am Bienen-Aktionstag viel zu erleben. So können sie Blumentöpfe bemalen, Samenkugeln herstellen und sogar Insektenhotels bauen. Besonders interessant sind aber die „Bee-Bots“. Das sind kleine Roboter in Form von Bienen, mit denen die Kinder einen vereinfachten Einblick in das Programmieren bekommen. Die Biene muss ein Labyrinth aus Blumen und Hindernissen zurücklegen, und muss von den Kindern bis zum heimischen Stock gelotst werden. Das ist gar nicht so einfach, merken auch Marie (7) und ihr Vater. Aber nach einigen Versuchen gelingt es ihnen mit vereinten Kräften, die Biene ans Ziel zu steuern.

Nach all den Informationen vor Ort, können dann noch Honig und Aktionstaschen erworben werden. Diese beinhalten zahlreiche Honigprodukte, wie zum Beispiel Kerzen und Tee, und ein Aktionsbuch über Bienen für Kinder. So kann der Spaß, den hier am Freitagnachmittag alle hatten, auch Zuhause noch weitergehen.