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Im Hildener Süden lässt es sich gut leben

Hilden : Im Hildener Süden lässt es sich gut leben

Beim Frühlingsfest des Bürgervereins wurden die Vorzüge am vergangenen Samstag wieder einmal offensichtlich.

Zwischen dichten Wolken strahlt die Sonne hervor. Verlockende Kuchen und Torten laden zu einem gemütlichen Kaffeekränzchen ein. Besucher haben sich an den Tischen niedergelassen, angeregte Unterhaltungen sind im Gang, es wird gelacht.

„Das Frühlingsfest ist unsere große Nachbarschaftsfete“, sagt Jörg Owsianowski, Vorsitzender des Bürgervereins Hilden Süd. Bereits zum 20. Mal findet das Frühlingsfest auf dem Bolzplatz an der Karnaper Straße statt. „Wir mussten es zweimal ausfallen lassen“, verrät Owsianowski. Ein Problem für die Ausrichtung solcher Vereinsfeste, sind nicht nur die immer schärferen behördlichen Auflagen. Es fehlt den Vereinen auch an Nachwuchs.

„Deshalb ist der Vorsitzende besonders froh, mit dem 27-jährigen Max Rosenow als Stellvertreter einen jungen Mann an seiner Seite zu haben. „Ich habe schon mit fünf Jahren den Kuchen zum Frühlingsfest gebracht“, erinnert sich Max. So lag es nahe, sich hier auch zu engagieren. „Hilden Süd ist der schönste Stadtteil“, betont Max Rosenow. „Hier haben die Kinder noch Platz zum Spielen.“ Man kenne sich im Hildener Süden.

Und das, obwohl der Stadtteil nicht gerade klein ist. „Von der Stadtgrenze zu Langenfeld bis zur Itter und zur Eisenbahn Richtung Solingen“ zieht Jörg Owsianowski die Grenzen, „ein großes Gebiet.“ Die Leute leben gerne im Süden, so wie Gabi Koenig. „Ich fühle mich hier wohl, weil es ein übersichtlicher Stadtteil ist“, erklärt die 58-Jährige und fügt lachend hinzu: „Ich habe mich sogar an die Bahn gewöhnt.“ Man treffe hier noch Menschen, „die den Müll wegmachen und die Straße fegen.“ Durch die Bahn sei der Süden jedoch auch ein sehr sensibler Stadtteil, „was bauliche Veränderungen betrifft“, sagt Gabi Koenig. Hier schauen die Bürger genau hin.

Auch Klaus Dupke fühlt sich im Hildener Süden zuhause. „Wir sind vor 19 Jahren hierhergezogen und haben uns trotz der Bahn sofort wohlgefühlt“, erzählt er. „Wir haben tolle Nachbarn und ein schönes Haus.“ Der Bürgerverein sei sehr rege.“ Das zeigt auch das Frühlingsfest, obwohl es in diesem Jahr nur noch an einem Tag stattfindet. „Aufgrund der steigenden Kosten“, erklärt Jörg Owsianowski. Außerdem bedeute ein Wochenende vier Tage Arbeit. „Wir haben deshalb das Fest komprimiert“, so der Vorsitzende.

Dabei kommen alle auf ihre Kosten. Die Kinder können einen echten Feuerwehrwagen ansehen. Und die Erwachsenen feiern: „Man trifft sich hier außerhalb der Politik, rein menschlich“, sagt der Vorsitzende.