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IHK Düsseldorf fordert von Städten mehr Ladezonen

Hilden : IHK Düsseldorf fordert von Städten mehr Ladezonen

Ab 8. November 2021 gilt ein neuer Bußgeldkatalog. „Dieser weist für unerlaubtes Halten in zweiter Reihe ein Bußgeld von mindestens 55 Euro aus. Mit Unfallfolge drohen sogar 100 Euro und ein Punkt“, warnt Thomas Vieten, Verkehrsreferent der Industrie- und Handelskammer Düsseldorf.

Allerdings bliebe vielen Lieferanten aufgrund der angespannten Parkplatzsituation nichts anderes übrig, als in der zweiten Reihe zu halten. Bereits nach drei Minuten werde gemäß Straßenverkehrsordnung aus dem Halten aber Parken. Eine Auslieferung sei in dieser Zeit vielfach kaum zu schaffen. Wenn mit Behinderung oder Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer gehalten werde, drohten Bußgelder von 70 beziehungsweise 80 Euro und ein Punkt in Flensburg. „Die IHK fordert daher seit langem mehr Liefer- und Ladezonen, die die rechtskonforme Versorgung der Unternehmen und der Bevölkerung ermöglichen. Die Kommunen sind nun am Zug, die Situation für die Lieferanten zu verbessern. Wichtig ist dabei, dass die Zonen für diesen Zweck auch freigehalten werden, damit die Lieferanten nicht mehr in zweiter Reihe halten müssen“, appelliert die IHK an die Städte im Kreis Mettmann.

Die Stadt Hilden hat auf der Bismarckstraße (Einmündung Kurt-Kappel-Straße), am Warrington-Platz und auf der Klotzstraße (Einmündung Mittelstraße) Ladezonen für Paketdienste eingerichtet. Damit sollen Lieferfahrzeuge aus der Fußgängerzone herausgehalten werden. Hintergrund: Hilden hat nicht nur die attraktivste Innenstadt im Kreis Mettmann, sondern auch die mit Abstand längste Fußgängerzone. 2200 Meter ist sie lang. Zum Vergleich: die in Langenfeld ist nur 500 Meter lang, Ratingen kommt auf 750 Meter. Von den 115 Geschäften in der Hildener Fußgängerzone können nur 30, also der kleinste Teil, ohne Fahrt durch die Fußgängerzone beliefert werden. Ganz verbieten kann die Stadt den Verkehr von Lieferfahrzeugen und Paketdiensten in der Fußgängerzone also nicht. Das Hauptproblem seien die zu vielen illegalen Einfahrten in die Fußgängerzone. Die sollen jetzt die acht neuen Poller-Anlagen verhindern.