Hochkarätiges Theater im Abonnement

Hilden : Hochkarätiges Theater im Abonnement

Lilo Wanders eröffnet mit „Ein Käfig voller Narren“ die neue Spielzeit. Beide Theaterreihen strotzen nur so vor Höhepunkten.

In der neuen Theatersaison 2019/2020 werden wieder viele hochkarätige Schauspieler aus Film und Fernsehen in Hilden auf der Bühne zu sehen sein. Die Theaterveranstaltungen beginnen jeweils um 20 Uhr in der Stadthalle Hilden, Fritz-Gressard-Platz, 1. Ein Theater-Abonnement kann im Kulturamt bis zum 31. August gebucht werden – bereits ab 35,20 Euro sind fünf Theaterveranstaltungen inklusive.

Zum Beispiel vier Veranstaltungen aus der Theaterreihe B und ein Stück aus der Theaterreihe A oder auch umgekehrt. In der Theaterreihe B (Boulevard) steht folgendes auf dem Programm: Mit der weltbekannten Komödie „Ein Käfig voller Narren“ wird das Kulturamt am Donnerstag, 26. September, die neue Theaterspielzeit eröffnen. In Jean Poirets Komödie ist Lilo Wanders die ideale Starbesetzung in der Rolle der bezaubernden Zaza. Seit über 20 Jahren faszniert sie im Nachtclub „Der Narrenkäfig“ in der abendlichen Show das Publikum.

Wer kennt ihn nicht, Alfred Tetzlaff aus der legendären ARD-Kultserie „Ein Herz und eine Seele“ aus den 70er-Jahren, einer Epoche, in der der Begriff politische Korrektheit noch nicht erfunden war. Am Donnerstag, 7. November, lässt Alfred, das Lästermaul der Nation, in der Schauspiel-Inszenierung der Kammeroper Köln keine Gelegenheit aus, um mit elementarer anarchistischer Komik gegen alles und jeden zu wettern.

Gottfried Greiffenhagens packendes Theaterstück „Die Comedian Harmonists“ versetzt den Zuschauer am Donnerstag, 9. Januar 2020, mitten in das Berlin der 20er/30er Jahre. Das musikalische Schauspiel über das legendäre Sextett wurde von Lajos Wenzel inszeniert. Die neuen Arrangements der Ohrwürmer stammen von Franz Wittenbrink.

Am Mittwoch, 18. März 2020, wird erlebbar, wie viel komödiantisches Potenzial in dem weltbekannten Liebesdrama „Vom Winde verweht“ steckt. Das Schauspiel, nach dem Roman von Margaret Mitchell, ist mit Manon Straché prominent besetzt.

In der Theaterreihe A (Schauspiel) stehen die folgenden Werke auf dem Programm: Am Samstag, 26. Oktober, werden prominente Schauspieler ihre Zuschauer in die turbulenten Ereignisse der Aufführung „Bis zum Horizont, dann links“ einbeziehen. Die aparte und rüstige Rentnerin Annegret Simon, gespielt von Marianne Rogée, ist neu in der Seniorenresidenz Abendstern, Abt. Milchstraße, in die sie ihr Sohn genötigt hat. Chorprobe, Bewegungstherapie und Lesenachmittage sind nicht wirklich das, was sie sich für ihren kostbaren letzten Lebensabschnitts vorgestellt hat. Zum Glück ist Annegret nicht allein: Die ehemals berühmte und leicht exaltierte Ex-Schauspielerin Fanny d‘Artong, der aufmüpfige Pilot im Ruhestand Joseph Tiedgen (Horst Janson) und sein Zimmergenosse Willy Stronz sowie das Ehepaar Herbert und Margarete Miesbach haben wie sie die Nase voll von diesem Leben auf dem Abstellgleis.

Das Stück „Heilig Abend“ am Samstag, 14. Dezember, ist alles andere als das, was man sich zu Weihnachten vorstellen mag. In dem packenden Psycho-Thriller von Daniel Kehlmann geht es um den Verhörspezialisten Thomas und die Philosophie-Professorin Judith. Thomas hat nur noch 90 Minuten Zeit, um zu erfahren, ob tatsächlich, wie er vermutet, um Mitternacht ein schwerer terroristischer Anschlag verübt werden soll.

Was geschieht mit einem Menschen, dem ein Großteil seiner bisherigen Biografie abhanden gekommen ist? Dieser brisanten Fragen spürt der britische West-End- und Broadway-Autor Peter Quilter in dem Kammerspiel „4000 Tage“ am Samstag, 8. Februar 2020, nach. Seit drei Wochen liegt Michael im Koma. An seinem Krankenhausbett wachen seine Mutter Carol und sein Lebensgefährte Paul, doch die beiden sind sich nicht grün. Als Michael aus dem Koma erwacht, wird schnell klar, dass ihm sämtliche Erinnerungen an die letzten elf Jahre mit Paul verloren gegangen sind. Nun beginnt der Kampf um die Deutungshoheit über die verlorene gegangene Zeit.

Die Realsatire „Schtonk!“ nach dem Film von Helmut Dietl kommt am Samstag, 25. April 2020, in der unterhaltsamen Bühnenfassung von Marcus Grube geradezu leicht und ironisch daher. Luc Feit, in der Rolle des Skandalreporters Hermann Willié, ist seit Kurzem stolzer Besitzer der Carin II., der etwas heruntergekommenen Yacht des von ihm hochverehrten NS-Reichsmarschalls Hermann Göring. Leider hat er sich mit dieser Investition finanziell überhoben. Als er auf Prof. Dr. Fritz Knobel, einen Verkäufer von Historika und Antiquitäten, bzw. dem offiziellen Kunstmaler des Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg trifft, scheinen seine kühnsten Träume wahr zu werden.

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