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Hildens Bürgermeister bittet Minister wegen Haus Horst um Ausnahme

Irritationen um Reihenimpfung in Hilden : Pommer schreibt Minister wegen Haus Horst

Hildens Bürgermeister wirbt für Sonderreglung bei Impfung der über 80-Jährigen. Sie müssen theoretisch ins Impfzentrum nach Erkrath fahren.

Hildens Bürgermeister Claus Pommer hat einen Brief an NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) geschrieben und um eine Ausnahmeregelung für eine Reihenimpfung in Haus Horst gebeten. „Den Brief habe ich vergangene Woche Donnerstag abgeschickt“, sagt Pommer. Er hofft auf eine Antwort, damit die Senioren in dem Seniorenstift im Hildener Westen nicht alle nach Erkrath zum Impfzentrum fahren und sich so einer höheren Infektionsgefahr aussetzen müssen. Die Leiterin von Haus Horst, Ute Franke-Hesse, hatte sich an den Bürgermeister gewandt und um Hilfe gebeten. Ob der Brief tatsächlich etwas bewirken kann, ist unklar: Ein Erlass regelt ganz klar, dass die über 80-Jährigen, die nicht in einer Pflegeeinrichtung leben, in den Impfzentren geimpft werden sollen.

In Haus Horst wohnen rund 350 Senioren in Wohnungen. 290 von ihnen sind 80 Jahre, viele auch weitaus älter. Eine im Haus wohnende Ärztin und ein weiterer Arzt würden die Bewohner im Wohnstift gegen Corona impfen. Das aber lehnen die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein, das Gesundheitsamt des Kreises Mettmann und das Corona-Impfzentrum in Erkrath ab. Deshalb seien die Bewohner jetzt in „heller Aufregung“, berichtet Günter Beyer, Vorsitzender des Bewohnerbeirats.

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Es gebe viele gute Argumente für eine Impfung im Wohnstift. Die Senioren könnten nicht verstehen, dass diesen nicht gefolgt werde. Deshalb haben sie einen Brandbrief an zahlreiche Entscheidungsträger geschrieben: von Bundesgesundheitsminister Spahn und Landesgesundheitsminister Laumann über den Chef der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein und die hiesige Bundestagsabgeordnete Michaela Noll bis hin zum Leiter des Kreisgesundheitsamtes Rudolf Lange und Landrat Thomas Hendele.

(tobi)