hildenj freut sich auf die 55. Ausgabe von Jugend forscht.

Hilden : Kaderschmiede für junge Forscher

Der nächste Wettbewerb „Jugend forscht“ steht bevor. Bis zum 30. November können Projekte angemeldet werden.

2018 war ein besonderes Jahr in der Geschichte des Hildener Helmholtz-Gymnasiums: Da wurde die Schule für ihr besonderes Engagement mit dem „Jugend forscht”- Schulpreis ausgezeichnet – zum zweiten Mal nach 2010. „Der Preis zeichnet Schulen aus, die das kreative, forschende Lernen zur individuellen Förderung interessierter und talentierter Schüler in den MINT-Fächern vorbildlich einsetzen“, sagte Nico Kock, Mitglied des Vorstands der Stiftung Jugend forscht, seinerzeit in der Festansprache. „Schulen sind und bleiben das Rückgrat unseres Wettbewerbs“, fügte er hinzu. Dort finde die große Mehrheit der Teilnehmer Raum für die Erarbeitung ihrer Projekte. Das gilt auch zum Start des diesjährigen Wettbewerbes noch immer.

Noch bis zum 30. November können Jungforscher bis 21 Jahre ihre Projekte anmelden. Jugendliche ab 15 Jahren starten in der Sparte „Jugend forscht“, jüngere Teilnehmer ab Klasse 4 treten in der Juniorensparte „Schüler experimentieren“ an. Die 55. Wettbewerbsrunde steht unter dem Motto „Schaffst Du!“. Damit ermuntert Jugend forscht Kinder und Jugendliche, sich der Herausforderung zu stellen,  selbst ein Forschungsprojekt zu erarbeiten und so auch Verantwortung für unsere Gesellschaft zu übernehmen.

Denn auf jedes einzelne MINT-Talent komme es an, heißt es im Bewerbungsaufruf  – auf sein Engagement, im Kleinen wie im Großen. Für alle gelte dabei das Motto: „Seid neugierig und erfindungsreich, entwickelt eure eigenen Ideen und Lösungen für die Welt von morgen.”

Bei dem Wettbewerb hatten Hildener immer wieder ein gutes Händchen: So gewann der damals zwölfjährige Ben Eumann im vergangenen Jahr den ersten Preis im Fachgebiet Chemie beim Landeswettbewerb „Schüler experimentieren“. Außerdem holte der  Hildener den MINT-Sonderpreis für ein interdisziplinäres Projekt. Der Schüler machte durch ein selbst entwickeltes Verfahren sichtbar, dass Pflanzenwurzeln Gifte und Arzneimittel nicht nur erkennen, sondern ihnen auch ausweichen.

Maurice Wirth entwickelte eine einsatzbereite App, die es unter anderem ermöglicht, dass das Fahrrad mit seinem Biker spricht und ihn zum Teil autonom unterstützt, indem die App das Licht anschaltet. 2016 entwickelte der damals 14-Jährige eine „umweltfreundliche Ladestation für mobile Endgeräte“. Das brachte ihm den zweiten Platz bei „Schüler experimentieren“ in der Kategorie Technik ein.

Für die Anmeldung zum Wettbewerb reicht es zunächst aus, wenn die Nachwuchswissenschaftler ihr Forschungsthema festlegen. Es kann frei gewählt werden, muss aber in eines der sieben „Jugend forscht“-Fachgebiete passen: Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik sowie Technik stehen zur Auswahl. Bis Anfang Januar 2020 wird dann in der Schule, im Schülerforschungszentrum oder zu Hause geforscht, getüftelt und experimentiert. Erst danach gilt es für die Teilnehmer, eine schriftliche Ausarbeitung ihres Forschungsprojekts einzureichen.

Ab Februar 2020 finden bundesweit die Regionalwettbewerbe statt, bei denen die jungen Talente ihre Forschungsprojekte einer Jury und der Öffentlichkeit präsentieren. Wer hier gewinnt, tritt im März und April auf Landesebene an. Dort qualifizieren sich die Besten für das 55. Bundesfinale, das vom 21. bis 24. Mai 2020 stattfindet. Auf allen drei Wettbewerbsebenen werden Geld- und Sachpreise im Gesamtwert von mehr als einer Million Euro vergeben.

„In der 55. Runde erwarten wir wieder eine große Beteiligung“, sagt Stiftungsvorstand Sven Baszio: „Auch im kommenden Jahr wollen wir einen Beitrag leisten, junge Menschen für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) zu begeistern. Für die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft ist es wichtig, dass künftig kein MINT-Talent verloren geht und jeder interessierte, leistungsbereite junge Mensch die Chance erhält, entdeckt und wirksam gefördert zu werden.“ Ein Aufruf, der in Hilden garantiert nicht auf taube Ohren stößt.

Ben Eumann machte sichtbar, dass Pflanzenwurzeln Gifte und Arzneimittel nicht nur erkennen, sondern ihnen auch ausweichen. Foto: Schule

Das Formular zur Online-Anmeldung, die Teilnahmebedingungen und das Wettbewerbsplakat 2020 kann im Internet unter www.jugend-forscht.de abgerufen werden.

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