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Hildener Unternehmen Qiagen läutet Handel an Wall Street ein

Hildener Unternehmen eröffnet New York Stock Exchange : Qiagen läutet Handel an der Wall Street ein

Zum ersten Mal in der Geschichte hat der Chef eines Hildener Unternehmens den Handel an der Wall Street eröffnet. Peer Schatz, Chef des Hildener Unternehmens Qiagen, hat die berühmte Glocke zu Handelsbeginn unter dem Jubel der Börsianer läuten dürfen.

Um 15.30 Uhr deutscher Zeit dürfte für Peer Schatz ein Traum in Erfüllung gegangen sein. Der Chef des Biotech-Unternehmens Qiagen hat in New York den Handel an der Wall Street eröffnen dürfen. Unter dem Jubel der Börsianer läutete er die berühmte Glocke, die den Start in den Börsentag markiert.

Hintergrund ist, dass Qiagen seit dem 10. Januar an der New York Stock Exchange, wie die Börse an der Wall Street offziell heißt, gehandelt wird. Vorher wurde das Unternehmen an der US-amerikanischen Technologiebörse Nasdaq gehandelt. 1996 war Qiagen die erste deutsche Firma, die dort gelistet wurde. Seit 1997 ist die Firma auch am Neuen Markt in Frankfurt notiert.

Seit Anfang des Jahres läuft Qiagen an der New Yorker Börse unter dem Tickersymbol QGEN mit. „Jedes neue Unternehmen darf zur Begrüßung die Glocke läuten“, erklärt Qiagen-Sprecher Robert Reitze. Bislang habe es zeitlich einfach noch nicht gepasst. Bis zu diesem Donnerstag.

Qiagen wurde 1984 gegründet. Operativer Hauptsitz ist Hilden, die Holding residiert in Venlo. Qiagen beschäftigt rund 4700 Mitarbeiter und hat 2017 einen Umsatz von rund 1,41 Mrd. US-Dollar gemacht.

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Qiagen stellt Probenvorbereitungs- und Testtechnologien her und vertreibt sie. Dazu zählen Reagenzien, Laborroboter und bioinformatische Softwarelösungen ein. Das Unternehmen wurde von einem Wissenschaftlerteam der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf als „Diagen Institut für Molekulare Diagnostik GmbH“ gegründet.

Im Bereich Bioinformatik ist Qiagen Marktführer, der Umsatz mit Software zur Auswertung von Genanalysen und andere Anwendungen machen rund fünf Prozent des Gesamtumsatzes aus. Der „Digital Accelerator“ in Hilden hat 70 Beschäftigte, weltweit beschäftigt der Bereich Bioinformatik über 400 Mitarbeiter.

Hier finden Sie den Link zum Facebook-Video.

(tobi)