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Hildener Süden bekommt Obstwiese an Bahnstrecke

Stadtplanung : Hildener Süden bekommt Obstwiese an Bahnstrecke

60 Bäume alter Obstsorten sollen nach dem Willen der Hildener Politik auf einem rund 1,4 Hektar großen Gelände entlang der Bahnstrecke an der Hofstraße angepflanzt werden. Das beschloss der Stadtentwicklungsausschuss einstimmig.

Ursprünglich hatte die CDU beantragt, auf dem rund 18.000 Quadratmeter (1,8 Hektar) großen, stadteigenen und derzeit verpachteten Grundstück in den kommenden Jahren einen Wald entstehen zu lassen.Doch der Landwirt, der die Fläche momentan bewirtschaftet, hatte einen Gegenvorschlag: Statt eines Waldes sollte dort eine Art Streuobstwiese angelegt werden, bei der die Baumreihen einen Abstand von elf Metern haben. „Ein Großteil der Fläche bleibt für mich weiterhin nutzbar, wodurch die Futtergewinnung für meinen Betrieb sichergestellt ist“, erklärte Landwirt Daniel Wirtz.

Die Allianz für Hilden hatte einen entsprechenden Antrag für den Stadtentwicklungsausschuss vorbereitet und den Kompromiss darin als „ideal“ bezeichnet, da er „die Interessen der Anwohner und des Pächters bestmöglich abbildet“. Das sahen auch die anderen Kommunalpolitiker so und verabschiedeten den Vorschlag einstimmig. „Der Grundgedanke unseres Antrages bleibt erhalten“, sagte Christian Gartmann von der CDU.

Statt eines 70 Meter breiten Waldes soll zwischen Bahntrasse und Hofstraße nun nur noch ein 15 Meter breiter Waldsaum zu den Gleisen hin angelegt werden. Dadurch fallen dem Landwirt nur 0,4 Hektar Fläche weg anstatt 1,8 Hektar. „Auf diese Fläche will ich gerne verzichten, wenn dadurch die Lärmbelastung für die Anwohner (der Hofstraße) gesenkt werden kann“, erklärt Wirtz. Die restliche Fläche wird zu einer Obstwiese. Wann die Maßnahme umgesetzt werden kann, ist noch nicht abschließend geklärt.