Hildener Politik erneuert Städtepartnerschaft mit Warrington

Hilden/Warrington : Politik erneuert Städtepartnerschaft

Nach Debatte im Rat soll Bürgermeisterin Vertrag mit Warrington unterzeichnen.

(tobi) 50 Jahre lang besteht die Partnerschaft zwischen Warrington und Hilden in diesem Jahr – ein echter Grund zu feiern, doch es ist in letzter Zeit ruhig um die deutsch-englische Verbindung geworden. Die Beziehungen waren einmal intensiver. Dennoch haben Delegationen aus Hilden und Warrington bei gegenseitigen Besuchen zum Jubiläum bekräftigt, die Partnerschaft aufrecht erhalten zu wollen – und das durch einen Ratsbeschluss zu untermauern.

Wenn es nach der AfD gegangen wäre, würde die Partnerschaft nicht fortgeführt: „Hilden und Warrington hätten sich nicht unterschiedlicher entwickeln können“, sagte Ralf Bommermann. Er und sein AfD-Kollege stimmten gegen den Antrag. Ebenso wie die Allianz für Hilden: „Diese Partnerschaft erscheint mir eher wie ein kostspieliges Pläsierchen einiger Lokalpolitiker“, sagte Claus Munsch.

Die anderen Parteien warben für die Partnerschaft: „Eine Städtepartnerschaft ist angesichts des Brexits wichtiger denn je, wir dürfen nicht auseinanderdriften“, sagte Klaus-Dieter Bartel von den Grünen. Ludger Reffgen (Bürgeraktion) sprach von einer ersten Etappe, die mit der Vertragsunterzeichnung genommen werde. Anabela Barata (SPD) erklärte, dass „die Partnerschaft jahrzehntelang gelebt hat“, was allein die Kooperation der Musikschulen zeige. Rudolf Joseph sah die Beziehungen auf „einem vernünftigen Weg“.

Der Rat beauftragte Bürgermeisterin Birgit Alkenings mit großer Mehrheit, den Vertrag zu unterzeichnen. Kommende Woche stimmt die Politik in Warrington darüber ab. Auch dort stehen die Zeichen auf Fortführung.

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