Hildener nennen ihr Kind James Tiberius

Hilden : Star-Trek-Captain als Namenspate

2019 startet in Hilden mit überdurchschnittlich vielen Geburten. Spannende Frage dabei: Wie soll das Kind heißen?

Ein schwieriges Unterfangen für die Eltern und mitunter prägend für das gesamte Leben: Wie die meisten Kinder im Jahr 2018 genannt wurden, hat nun die Stadt Hilden veröffentlicht. Bei den Jungs liegt Maximilian auf Platz eins, gefolgt von Henry, Leon und Max auf dem jeweils zweiten und Ben, Jonas und Milan auf dem jeweils dritten Platz. Bei den Mädchen entschieden sich werdende Eltern 2018 besonders häufig für Emilia gefolgt von Mila und Hanna. Insgesamt gab es im vergangenen Jahr 595 Neugeborene und damit nur neun weniger als im Jahr 2017, in dem 604 Geburten gezählt wurden. Es geht also insgesamt aufwärts, 2016 gab es in Hilden 527 Geburten.

Das Jahr 2019 startet in diesem Sinne rasant – bereits 62 Geburten wurden im Januar im St. Josefs Krankenhaus Hilden, Walder Straße 34-38, gezählt. „Ein deutliches Plus im Vergleich zum Vorjahr“, bestätigt Hebamme Ursula Müther. 2017 wurden im Januar 39 Kinder zur Welt gebracht. Zwillingsgeburten kommen in Hilden übrigens seltener vor, „da wir keine Kinderklinik haben“ und in diesen Fällen oft eine intensivere Betreuung gewünscht würde, erklärt Müther. Dennoch kamen im letzten Jahr zwei Zwillingspaare in Hilden zur Welt.

Ein Blick auf die Statistiken des Standesamts zeigt, dass die Hildener ihren Kindern in der Mehrzahl nur je einen Namen geben, nämlich 381 in 2018. 199 Neugeborene bekamen 2018 auch einen zweiten Vornamen, nur 14 hatten mehr als zwei Vornamen. Ein Kind darf sich seit 2018 über sechs Vornamen freuen, mehr hatte keiner.

Was die Namensgebung betrifft sei in Hilden grundsätzlich kein neuer Trend auszumachen, sagt Standesbeamtin Daniela Capuano: „Weiterhin beliebt sind altdeutsche und kurze Namen“ und manche ließen sich bei der Namensgebung von Schauspielern, Musikern oder anderen Berühmtheiten inspirieren, erklärt Capuano. Ihr persönlicher Favorit: James Tiberius in Anlehnung an James T. Kirk aus der berühmten Weltraum-Fernsehserie Star Trek.

Die aktuellste Statistik des Landesbetriebs IT.NRW bildet bisher nur das Jahr 2017 ab. Demnach wurden in diesem Jahr 171.984 Kinder in NRW geboren – die zweithöchste Zahl seit 2000 (175.144). 2017 gab es zudem eine Erhöhung der Lebendgeburten von 20,2 Prozent im Vergleich zu 2011, in dem der historische Tiefstand von 143.097 Geburten in NRW gezählt wurde. Daten des Statistischen Bundesamtes zeigen auch: 2017 waren Marie, Sophie oder Sofie und Maria bei den weiblichen, Paul, Alexander und Ben bei den männlichen Vornamen die beliebtesten.

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