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Hildener Künstlermarkt bei Rekordtemperaturen

Hilden : Künstlermarkt bei Rekordtemperaturen

So warm war es beim Künstlermarkt noch nie: Am Wochenende verwandelte sich die Mittelstraße in eine Galerie.

Wolkenloser Himmel, strahlender Sonnenschein und hochsommerliche Temperaturen lockten unzählige Besucher zum 18. Künstlermarkt in die Hildener Fußgängerzone. Das freute nicht nur die Künstler, sondern auch die Organisatoren. „Es ist das erste Mal, dass wir solche Temperaturen haben“, erklärt Volker Hillebrand vom Stadtmarketing. „Wir hatten schon Sturm und Hagel und meistens so um die 15 Grad.“

Die warmen Sonnenstrahlen ließen die Gemälde, Skulpturen und Objekte im rechten Licht erscheinen und die Farben leuchten. So wie bei den Bildern von Christina Haupts. „Ich bin zum ersten Mal dabei“, verrät die Künstlerin aus Odenthal. Aufmerksam auf den Hildener Künstlermarkt wurde sie bei einer Ausstellung in Ulm. „Dort habe ich einige Künstler kennengelernt, die mir den Markt in Hilden empfohlen haben“, erzählt sie. Hier zeigt sie vor allem neue Bilder, Portraits von Personen, die sie persönlich auf Reisen kennengelernt hat. Außerdem experimentiert sie mit Strukturen, die den Bildern Tiefe und Lebendigkeit verleihen. „Es gefällt mir sehr gut hier“, sagt Christina Haupts, „die Leute sind sehr interessiert.“

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Dem kann auch Hansjörg Kienle zustimmen. Er und seine Frau sind bereits zum 15. Mal dabei. „Hier hat man ein gutes Publikum mit Kunstgeschmack“, betont der Künstler aus Burscheid. „Wir verkaufen hier gut.“ Auch sei der Künstlermarkt zentral gelegen. „Und die Organisation ist super hier.“ Bei seinen abstrakten Werken zaubert Kienle mit Farben und Formen.

Yuuko Hübner präsentiert ihre Bilder ebenfalls zum ersten Mal auf dem Künstlermarkt. Die im japanischen Kanagawa geborene Künstlerin malt seit ihrem 9. Lebensjahr und ist erst vor eineinhalb Jahren nach Hilden gezogen. Ihre Werke vereinen japanische und europäische Elemente. Kois im Teich, blühende Bäume, dahingleitende Schwäne. Auf dem Künstlermarkt fühlt sich Yuuko Hübner wohl. „Es herrscht hier eine positive Energie“, meint sie. Normalerweise geht sie mit ihrem Mann in der Mittelstraße einkaufen. „Aber wenn hier ein Markt ist, herrscht gleich eine ganz andere Atmosphäre.“ Auch die Vielfalt der teilnehmenden Künstler beeindruckt sie.

So geht es auch der Hildener Künstlerin Dagmar Heß. „Das Besondere ist, dass hier so viele verschiedene Künstler ausstellen“, sagt sie. Das Niveau sei recht hoch. Dagmar Heß hat ihr Atelier in der Marktpassage.

 Ein weißes Zelt reiht sich ans nächste, jedes offenbart den Besuchern eine ganz eigene kreative Welt. Ob Kunst-Postkarten, Fotografien oder Figuren und Schilder aus Schiefer, ob Glasobjekte oder Keramiken – jeder Künstler hat seinen eigenen Stil, sein eigenes Schaffen. Viele gegenständliche Gemälde in Öl, Acryl und Aquarell sind zu finden, meist Landschaften aus allen Teilen der Erde. Manche Künstler arbeiten mit Sand, Holz und anderen Materialien, eine Künstlerin verwendet Teile echter Segel für ihre Bilder von Schiffen.

„All diese Kunstwerke nur anzusehen, ist schon ein großer Genuss“, schwärmt Besucher Matthias Werner begeistert. Ein kleinformatiges Bild hat er sich geleistet. „Da habe ich schon einen guten Platz für“, verrät er. Der Künstlermarkt sei ein Höhepunkt. „Die Fußgängerzone hat sich in eine einzige große Galerie verwandelt.“