Hildener Künstler sammeln 3253 Euro bei Benefizauktion für Hospizverein

Hilden : Künstler sammeln 3253 Euro bei Benefizauktion

Bei der Versteigerung im Haus Hildener Künstler kommen 62 Werke unter den Hammer. Der Erlös geht an die Hospizbewegung.

62 verkaufte Kunstwerke, 3253 Euro Einnahmen und „höchst zufriedene“ Veranstalter – die Benefizauktion des Vereins Haus Hildener Künstler am Samstag war ein Riesenerfolg. Aus Anlass seines 40-jährigen Bestehens wollte der Künstlerverein Gutes tun und hatte seine Mitglieder aufgerufen, Kunst zu spenden. Der Erlös wurde komplett der Hospizbewegung Hilden gestiftet, die 20. Geburtstag feiert. 50 Künstler haben insgesamt 115 Werke gestiftet.

Gleich zwei Ex-Bürgermeister begrüßten im vollbesetzten Ausstellungsraum das kunstinteressierte Publikum, das bei dieser ungewöhnlichen Auktion Neues für die heimischen Wände erstehen wollte. Horst Thiele engagiert sich seit vier Jahren als Vorsitzender des Künstlervereins. Günter Scheib ist stellvertretender Vorstand im Hospizverein. Der eine verbuchte und kassierte, der andere schwang den schweren Versteigerungshammer und sorgte mit launigen Sprüchen für Preissteigerungen.

Das teuerste Bild, „Blau-Rot-Gelb“, hatte Margit Seiwert gestiftet. Ihre große farbige Acryl-Arbeit wurde für 350 Euro aufgerufen und für 405 Euro von Elke Thiele ersteigert, deren Ehemann schmunzelnd den Betrag kassierte. Das preisgünstigste, kleine Doppel-Bild (fein in hellem Holz gerahmt) hing direkt an der Tür und sollte nach Wunsch der Künstlerin, Maria Christal, nur 50 Cent kosten. Es fand einen Käufer, der ein Zehnfaches zahlte.

Überhaupt zeigte sich die Kundschaft spendabel. Der überwiegende Teil der Exponate wurde über dem von den Künstlern festgelegten Mindestpreis verkauft. Als erstes kam ein kleines Aquarell „Am Meer“ unter den Hammer. Für 20 Euro. Für 15 Euro fand sich auch eine Käuferin für Monika Medams eher abstrakt anmutendes „Blütenwerk“. Überhaupt schienen kleine Formate das Publikum mehr zum Kauf zu reizen. Ob Bernd Gemeiners Hafenszene oder Bärbel Kleins „Bruchstelle“ – für rund 50 Euro gab es Kunst zum Mitnehmen. „Mich hat dies Bild sofort angesprochen, weil es mich an meine Kindheit erinnert.“, begründete Christiane Ingendorn-Dolhaine den Kauf eines Werks von Monika Evers, das einen blauen Stuhl mit gelbem Polster zeigt.

Für Milan Cedl, der selber künstlerisch tätig ist, war eine Speckstein-Skulptur von Ursi Busch namens „Lesefutter“ unwiderstehlich: „Ich weiß wieviel Arbeit darin steckt, mit diesem Material zu arbeiten.“ Auch großformatige Fotografie von Volker Schulz „Baum III“ fand einen Liebhaber für 135 Euro. Schnäppchen machten nach Aussage von Kennern die Käufer von zwei Lithografien von Andreas Noßmann, die im Internet für über 200 Euro gehandelt werden und vor Ort für 60 Euro ersteigert wurden. Laut Horst Thiele waren am Ende der Versteigerung über die Hälfte aller Kunstwerke verkauft und alle Beteiligten „höchst zufrieden“.

Mehr von RP ONLINE