Hildener Heimat-Expertin Elisabeth Harsewinkel im Gespräch

Hilden : Elisabeth Harsewinkel im Gespräch

Die ehemalige Stadtverordnete steht Rede und Antwort bei „Was ich zu sagen habe“.

(RP) Ihr ist es zu verdanken, dass Heimatgeschichte in Hilden besonders groß geschrieben wird und beispielsweise die alte Kornbrennerei noch steht: Die langjährige Stadverordnetete Elisabeth Harsewinkel ist am Mittwoch, 9. Januar, ab 18.30 Uhr Gast bei der Gesprächsreihe „Was ich zu sagen habe“. Matthias Dohmen wird die ehemalige Vorsitzende des Museums- und Heimatvereins im Gemeindesaal der Reformationskirche interviewen. Harsewinkel wird über ihr bewegtes Leben berichten – als eine der letzten Zeitzeuginnen einer Generation von Mädchen und Jungen, die in den 1940er-Jahren infolge des Krieges klassenweise in den Osten verfrachtet wurden. Sie war in Dresden, als die Stadt angegriffen wurde und brannte.

13 Jahre lang von 1986 bis 1999 war Elisabeth Harsewinkel Mitglied des Stadtrates. In der CDU-Fraktion und in den Ausschüssen unterstützte sie den 1984 gegründeten Heimatverein. Der machte sich für ein Museum in Hilden stark und entdeckte dabei die 1864 gebaute Kornbrennerei. „Dieses Industriedenkmal, noch im Originalzustand, war für uns ein Glücksfall“, erinnert sich Harsewinkel: „Wir wussten sofort. Das war unserer Museum.“ Im September 1989 wurde es eröffnet. 1994 übernahm Elisabeth Harsewinkel den Vorsitz des Museums- und Heimatvereins – und machte ihn zum Anwalt für Denkmalpflege, Brauchtum und Kultur. Der Verein sammelte zahlreiche Spenden und finanzierte damit die Ankäufe von vielen Exponaten für Hilden. Raritäten, wie wertvolle Bücher von oder über den berühmten Hildener Wundarzt Wilhelm Fabry, der als Begründer der modernen Chirurgie gilt, waren darunter oder historische Chirurgen-Bestecke, Zeugnisse der Medizingeschichte.

Der Eintritt zu der Veranstaltung der VHS und der evangelischen Erwachsenenbildung „Was ich zu sagen habe“ kostet 9 Euro. Eine Anmeldung ist erbeten (Telefon 02103 500530 oder direkt unter www.vhs-hilden-haan.de), aber nicht erforderlich, hieß es weiter.

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