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Hildener Gärtnerei spendet Arzt Schutzmasken und sucht Nachahmer

Coronavirus : Gärtner spendet Schutzmasken und sucht Nachahmer

HNO-Arzt Thorben Gettmann freut sich über die Masken: „Wir kommen den Patienten sehr nah.“ Daher brauchen seine Kollegen und er einen wirksamen Schutz. Er hofft, dass sich möglichst viele ein Beispiel an der Aktion von Unternehmer Fabian Heinz nehmen.

Thorben Gettmann kann wieder durchatmen. Der Hals-Nasen-Ohrenarzt hat neue, hochwertige Atemschutzmasken für seine Arbeit erhalten. 40 Stück, jedoch nicht von einem Anbieter medizinischer Bedarfsmittel, sondern von Fabian Heinz. Der Inhaber des gleichnamigen Hildener Gärtner-Meisterbetriebs hat in seinem Lager nachgeschaut und dem HNO-Arzt seinen Bestand an Masken zur Verfügung gestellt. „Ich möchte, dass mein Arzt gesund bleibt und weiter Patienten behandeln kann“, sagt er. „Thorben Gettmann kommt seinen Patienten oft ganz nah und schaut ihnen in den Mund, er braucht die Masken dringender als wir.“

Fabian Heinz könne auf die Masken verzichten. „Bei uns geht es ja vor allem darum, Staub nicht einzuatmen. Dann müssen wir eben ein wenig anders arbeiten, Beton beispielsweise nicht mehr trocken, sondern nass schneiden“, erklärt der Hildener. „Ich gehe davon aus, dass ich in ein paar Wochen wieder neue Masken bestellen kann.“

Thorben Gettmann ist dankbar. „Wir hatten noch 25 Masken, die allerdings nicht so hochwertig sind wie die neuen mit Filter“, sagt er. Gemeinsam mit seinen Kollegen Petra Zylla und Jens Melcher betreibt er eine Gemeinschaftspraxis an der Heiligenstraße. Der Mediziner trägt die Atemschutzmasken ununterbrochen in seiner Sprechstunde. „Wir arbeiten extrem nah am Patienten, an der Nase. Sie ist das Hauptreservoir für die Viren“, sagt Thorben Gettmann.

Die Aktion von Fabian Heinz findet er richtig gut. Gettmann hofft, dass sich viele Nachahmer finden. Darauf setzt auch Fabian Heinz: „Es gibt bestimmt viele Betriebe, die noch irgendwo Atemschutzmasken herumliegen haben und sie momentan nicht brauchen“, sagt er. Der Hildener appelliert an diese Betriebe, die Masken ebenfalls an Ärzte abzugeben, wenn sie aktuell nicht werden.

Wenn Ihr einen Handwerksbetrieb habt und Eure Schutzmasken spendet, schickt uns ein Foto davon. Wir veröffentlichen es dann in einer Bilderstrecke: hilden@rheinische-post.de – meldet Euch bitte ebenfalls, wenn Ihr mit anderen Aktionen in der Coronakrise helft.

(tobi)