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Hildener Fabry-Museum soll kulturelles Zentrum werden

Kultur : Museum soll kulturelles Zentrum werden

Die neue Leiterin des Wilhelm-Fabry-Museums heißt Sandra Abend. Sie möchte das Haus noch weiter in den Fokus der Hildener heben und Ausstellungen in allen drei städtischen Einrichtungen besser aufeinander abstimmen.

Noch weiter ins Stadtleben soll das Fabry-Museum gerückt werden. Die neue Leiterin Sandra Abend möchte die Einrichtung an der Benrather Straße zu einem kulturellen Zentrum ausbauen. „Zukünftig möchte ich das Haus nach außen hin weiter öffnen, in dem qualitativ hochwertige Ausstellungen angeboten werden, die ein breites Publikum ansprechen“, erklärt die promovierte Kunsthistorikerin. Sie kennt das Fabry-Museum seit mehr als 20 Jahren, gehörte dem Team um den ehemaligen Museums- und Stadtarchivleiter Wolfgang Antweiler an.

Rückblick: Die Leitungsstelle des Fabry-Museums war nach dem Ausscheiden von Sachgebietsleiter „Archiv und Museum“ Wolfgang Antweiler Anfang August einige Monate vakant geblieben. Diese Zeit nutzte die Verwaltung zur Neugliederung des Bereichs. Das Sachgebiet wurde aufgelöst und die beiden Teams „Archiv“ und Museum“ dem Sachgebiet „Verwaltung“ unter Leitung der stellvertretenden Kulturamtsleiterin Ute Holz angegliedert. Sie kümmert sich um Verwaltung, Haushalt, Controlling und Personal. Die Stellenausschreibung für den Stadtarchivar-Posten lässt weiter auf sich warten, während Sandra Abend die fachliche Leitung des Museums übernimmt.

Und zwar neben ihren anderen Aufgaben: Die Kunsthistorikerin lehrt an der Heinrich-Heine-Universität sowie der Kunstakademie Düsseldorf und füllt seit einem Jahr die neu geschaffene Stelle für Bildende Kunst im Kulturamt. Für die Museumsleitung bleiben ihr 7,5 Stunden pro Woche. „Natürlich muss man bei diesem Zeitkontingent kreativ sein“, erklärt sie. Sie sieht aber auch viele Vorteile darin, dass sie nun die gesamte Bildende Kunst der Stadt verantwortet: „Ich plane Ausstellungen und Veranstaltungen in der Städtischen Galerie, im Kunstraum und jetzt auch für das Museum mit seiner einzigartigen Sammlung. Diese drei Ausstellungsorte kann ich nun mit ihrem jeweiligen Programm viel besser aufeinander abstimmen.“

Das Fabry-Museum soll laut Sandra Abend mehr sein als ein reiner Ausstellungsort, es soll sich „als kulturelles Zentrum etablieren“. Dazu brauche es Raum. „Vorträge und Führungen sind selbstverständlich, letztere werden spezieller auf die Besucher abgestimmt, so bieten wir beispielsweise auch bereits Führungen für Vorschulkinder an. Workshops, in denen spezielle Techniken erlernt werden können, sollen das Programm erweitern, dazu gehören zum Beispiel Radierungen oder Buchbindetechniken“, erklärt sie. „Aber auch ein Sommerfest mit Musik und Farbe, zu dem alle eingeladen werden, gehört dazu. Das Museum soll ein Ort werden, an dem man gerne verweilt, auch wenn man die aktuelle Ausstellung bereits gesehen hat.“ Vielleicht schaue man sich dann einfach noch mal die Kornbrennerei an. Und noch etwas ist ihr wichtig: „Mein Wunsch wäre es, ein kulturelles Zentrum zu haben, indem auch der Aspekt der Stadtgeschichte einen adäquaten Raum findet“, erläutert Sandra Abend.

Sandra Abend kümmert sich um die Bildende Kunst. Foto: Köhlen, Stephan (teph)

Das Fabry-Museum soll nach Sandra Abends Willen wieder mehr in den Fokus der Hildener gerückt werden. „Zunächst einmal möchte ich die Kommunikation stärken, um das Angebot transparenter zu machen. Wie entstehen Ausstellungen, an welchen Punkt können sich alle Bürgerinnen und Bürger beteiligen? Das kann in Form eines Wettbewerbes sein oder auch ein Aufruf, uns Informationen aus dem eigenen Umfeld zukommen zu lassen“, erklärt sie