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Hildener Ärzte bieten jetzt auch eine Videosprechstunde an

Corona-Krise : Ärzte bieten jetzt auch eine Videosprechstunde an

Mit einem Smartphone, einem Laptop oder einem Rechner sowie einer Kamera können Patienten jetzt einen Termin in der Videosprechstunde von den HNO-Ärzten Jens Melcher und Thorben Gettmann machen. Wenn die Bandbreite stimmt, können die Mediziner sogar in den Hals schauen.

Nicht nur Einzelhändler werden in Zeiten von Corona kreativ, sondern auch Mediziner. Die Hildener Ärzte Jens Melcher und Thorben Gettmann vom HNO-Zentrum Hilden (Petra Zylla) an der Heiligenstraße haben beispielsweise eine Videosprechstunde eingeführt. Seit einer Woche können Patienten telefonisch Termine für eine Untersuchung per Bildschirm vereinbaren. „Wir möchten damit vor allem die Patienten erreichen, die befürchten, sich in der Praxis trotz unserer sehr hohen Hygieneansprüche anzustecken“, erklärt Jens Melcher. Der promovierte Mediziner hat bereits rund 20 Videosprechstunden durchgeführt und ist von der Resonanz begeistert.

Für die Videosprechstunde benötigt der Patient ein Smartphone, ein Laptop oder einen Computer mit Kamera und Lautsprechern. Nachdem der Termin vereinbart ist, erhält er einen Link, auf den er klicken muss. „Ein spezielles Programm ist nicht erforderlich“, sagt Jens Melcher. Der Arzt schaltet sich dann dazu und spricht zunächst mit dem Patienten über die Symptome. „Wir können aber auch in den Hals schauen“, erklärt Jens Melcher. Dafür muss allerdings eine sehr gute Internetverbindung vorhanden sein, sonst kann der HNO-Arzt nichts erkennen. Sollte der Mediziner keine klare Diagnose treffen können, muss der Patient in die Praxis kommen, um traditionell untersucht werden zu können.

Eine Krankmeldung können die Ärzte nach einer Videosprechstunde ausstellen, ebenfalls Rezepte. „Bei einer klar erkennbaren eitrigen Mandelentzündung etwa“, erklärt Jens Melcher.

Jens Melcher (l.) und Thorben Gettmann (r.) bieten die Videosprechstunde an. Mit auf dem Bild ist der Gärtner Fabian Heinz, der beiden vor einigen Tagen seine letzten Atemschutzmasken gespendet hat. Foto: "Köhlen, Stephan (teph)"/Köhlen, Stephan (teph)

Die beiden Mediziner sind mit der ersten Woche Videosprechstunde mehr als zufrieden. „Wenn das weiter so gut läuft, werden wir das Angebot auch nach der Corona-Krise beibehalten“, erklärt Jens Melcher weiter.

(tobi)