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Hilden: Waldbad öffnet wegen Corona später

Starttermin ist unklar : Waldbad öffnet wegen Corona später

Die Vorbereitungsarbeiten für die neue Badesaison sind erst einmal ausgesetzt. Wie lange noch, ist unklar. Da das Hildorado momentan ebenfalls geschlossen ist, bedeutet das Kurzarbeit für die Mitarbeiter des Bäderbereiches der Stadtwerke Hilden.

Bis zu 25 Grad warm soll es laut Meteorologen an diesem Mittwoch werden, dazu gibt es Sonne satt. Eigentlich das perfekte Freibadwetter. Aber das Waldbad ist noch geschlossen – einerseits wegen der Corona-Krise, andererseits hätte es auch unter normalen Umständen noch nicht geöffnet. Der Saisonstart war ursprünglich für Montag, 18. Mai, geplant. Aber daraus wird nichts, wie Geschäftsführer Hans-Ullrich Schneider erklärt: „Aufgrund der aktuellen Corona-Situation wurden die Auswinterungsarbeiten ausgesetzt.“ Für wie lange, ist derzeit noch völlig unklar.

Eigentlich hätten Mitarbeiter der Stadtwerke dieser Tage mit den sogenannten Auswinterungsarbeiten angefangen. Dabei reinigen sie die Schwimm- und Planschbecken, befüllen sie mit frischem Wasser, bringen Umkleiden und Toiletten auf Vordermann, mähen die Liegewiese, stellen Bänke und Papierkörbe auf und säubern die Sonnenterrassen. Das sowie viele kleine Detailarbeiten füllen seitenweise Excel-Dateien, die abgearbeitet und abgehakt werden müssen. Doch diese Arbeiten lassen die Stadtwerke momentan noch nicht ausführen, da unsicher ist, wie lange die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus noch Bestand haben.

„Im Hintergrund bereiten wir uns auf verschiedene Möglichkeiten vor, wie wir das Waldbad nach einem Ende des Corona-Showdowns öffnen könnten“, erklärt Hans-Ullrich Schneider. Je nach Szenario benötigten die Stadtwerke rund sechs Wochen, um das Waldbad öffnen zu können. „Das Hildorado könnten wir innerhalb einer Woche nach einer Freigabe durch die Behörden wieder öffnen“, erklärt der Geschäftsführer. Etwa 103.000 Gäste besuchten das Waldbad in der zurückliegenden Saison. Der besucherstärkste Tag war der 23. Juni 2019, ein Sonntag, an dem 5700 Gäste ins Waldbad kamen. Im gesamten Monat Juni wurden 42.000 Gäste gezählt, im Juli 27.000, im August noch 25.000.

Die Schließung des Hildorado Mitte März sowie die unsicheren Perspektiven führen bei den Stadtwerken zu Konsequenzen: „Es ist leider richtig, dass auch wir Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Kurzarbeit anmelden mussten“, berichtet Hans-Ullrich Schneider. Das treffe auf nahezu alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Bädern zu. „In anderen Bereichen der Stadtwerke Hilden ist aktuell keine Kurzarbeit vorgesehen oder geplant“, sagt der Geschäftsführer.

Die Stadtwerke belassen es aber nicht bei den 60 beziehungsweise 67 Prozent des Gehaltes, wie es in der Regel bezahlt wird. „Um die betroffenen Kolleginnen und Kollegen in dieser schwierigen Zeit zu unterstützen, haben wir mit dem Betriebsrat eine Betriebsvereinbarung vereinbart, die eine Aufstockung des Kurzarbeitergeldes auf rund 85 Prozent des Nettoeinkommens vorsieht“, berichtet Schneider.

„Wie lange wir letztlich zur Kurzarbeit gezwungen sind, hängt im Wesentlichen vom Ausstiegsszenario für den Corona-Shutdown ab. Dies können wir leider nicht selbst beeinflussen.“ Bei allen wirtschaftlichen Problemen durch die aktuelle Schließung stehe für ihn aber immer die Gesundheit der Mitarbeiter, Badegäste und Kunden im Vordergrund.

Das bei Hildenern und Haaner beliebte Heidebad wird unterdessen für die Saison vorbereitet. Eigentlich war der Start in die Saison „rund um den 1. Juni“ vorgesehen. Inwieweit dieser Termin aber realistisch sei, müsse sich zeigen: „So oder so – wir wollen auf jeden Fall vorbereitet sein“, betonte Kirsten Olsen-Buchkremer, Geschäftsführerin der Solinger Bädergesellschaft.