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Hilden/Haan: Hilden und Haan bei Europatag dabei

Hilden/Haan : Hilden und Haan bei Europatag dabei

Die städtischen Gymnasien haben sich in Projekten mit Europa und den aktuellen Problemen beschäftigt. Vorträge und Ausstellungen gehören dazu, auch Besuche von Amnesty-Vertretern.

Das Gymnasium Haan hat gestern in der dritten und vierten Schulstunde seinen Europatag offiziell eröffnet. Der ist in Haan zu einer ganzen Europawoche geworden — so zahlreich sind die Veranstaltungen rund um das gemeinsame Europa gerade in einer Zeit, in der der Zusammenhalt der EU zunehmend zur Diskussion steht. Mit dem symbolischen "erster Pinselstrich" an den "europäischen Inseln" ging es an der Adlerstraße los.

Dabei haben Schüler der siebten Klassen die Bänke ihres Schulhofs auseinandergenommen und im Kunstraum bemalt. Eine Bank trägt jetzt die französischen Farben — was in Haan besonders naheliegt, denn die Partnerschaft zur französischen Stadt Eu besteht seit 1967 und lebt unter anderem dadurch, dass sich Schüler gegenseitig besuchen. Zudem gibt es ein "Europa-Quiz" für die Unterstufe.

Die Woche ist in drei Hauptthemenbereiche gegliedert: "Ich lerne meine Nachbarn kennen - Mitschüler und ihre Herkunftsländer". "Schulhofgestaltung mit den Bänken als europäische Inseln", "Sicherheitspolitik in Europa", ein Thema, zu dem Beamte des Zollkriminalamtes Köln eingeladen sind. Geplant sind auch ein Abend-Vortrag eines Beamten der Bundespolizei Sankt Augustin für die Oberstufe und interessierte Gäste zu einem europäisch relevanten Thema und Kleinprojekte zum Thema "Europa".

Zudem gibt es den Besuch des Zeitzeugen Manfred Kaut, Gymnasiallehrer i.R., der im Geschichts- und Französisch-Leistungskursus eine Doppelstunde im Gedenken an den 50. Jahrestag des deutsch-französischen Freundschaftsvertrags hält und von seinen eigenen Erfahrungen berichten will.

Das Hildener Helmholtz-Gymnasium hat anlässlich des Europatages gestern Morgen eine Ausstellung in der Aula eröffnet. Titel: "Solidarnosc heißt Solidarität — Menschenrechte damals und heute". Es handelt sich dabei um Ergebnisse einer deutsch-polnischen Schüleraustauschgruppe des Helmholtz-Gymnasiums und des Goethe-Gymnasiums in Warschau.

"Wir haben uns intensiv mit den Verbindungen der beiden Länder befasst", sagt Lehrerin Joanna Bieberstein. Die Ausstellung mit den Ergebnissen ist noch einige Zeit zu sehen. "Vor diesem Hintergrund würden wir uns über den Besuch eines Experten zur europäischen Asylpolitik freuen, der entweder im Vortrag mit anschließender Diskussionsrunde oder in einer Podiumsdiskussion ins Gespräch mit den Schülern kommt." Man sei noch auf der Suche. Die teilnehmenden Schüler besuchen die Jahrgangsstufe 10, sind also im Alter von 15 bis 17 Jahren.

(gök)