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Hilden: Schullandheim Neuemühle unter neuer Leitung

Freizeitheim der Evangelischen Kirche Hilden : Neuemühle im Eifgental steht unter neuer Leitung

Sarah Wichterich-Jessome hat die Leitung des Evangelischen Jugend- und Schullandheims Neuemühle übernommen. Kinder sollen sich in dem Haus zu Hause fühlen – das ist das vorrangigste Ziel der 33-Jährigen. Dabei spielt das Essen eine wesentliche Rolle, ist die gelernte Köchin überzeugt.

Zahlreiche Mitglieder der Evangelischen Kirchengemeinde Hilden  – junge und ältere – verbinden mit der Neuemühle und dem Eifgental bei Wermelskirchen viele schöne Erinnerungen. Zunächst übernachtete die Gemeindejugend bei ihren Freizeiten im Bergischen Land ganz zünftig in einem Heuschober. 1954 wurde das heutige Haus gebaut.

Träger ist heute der gemeinnützige Verein „Evangelisches Jugend- und Schullandheim Neuemühle“. Die neun Vorstandsmitglieder stammen zum größten Teil aus der Evangelischen Kirchengemeinde Hilden und kümmern sich ehrenamtlich um die Verwaltung des Hauses und die Leitung des Vereins.

Sarah Wichterich-Jessome (33) hat jetzt die Leitung von ihrer Tante Monika Weyer übernommen und bei Belegung des Hauses reichlich zu tun. Nicht nur für Speis’ und Trank will gesorgt sein: In Zeiten von Corona müssen auch die Zimmer und sanitären Anlagen regelmäßig gereinigt und desinfiziert werden.

Sarah Wichterich-Jessome hat  die Leitung des Schullandheims übernommen. Ihr Hund Whiskey ist der Liebling der Gäste. Foto: Jürgen Moll

Die Pandemie und der Shutdown führten dazu, dass Sarah Wichterich-Jessome ihre Arbeit in der Praxis erst jetzt nach und nach aufnimmt – formell trat sie ihre Vollzeitstelle bereits am 1. Mai an.

Davor unterstützte sie ihre Tante regelmäßig und kennt das Schullandheim seit Kindesbeinen: „Wir waren aufgrund der familiären Verbindung als Kinder häufig hier“, berichtet Sarah Wichterich-Jessome, die mit ihren zwei Schwestern in Wermelskirchen aufwuchs. Ihr neunjähriger Hund „Whiskey“ ist der Liebling aller Gäste.

 In das Schullandheim kommen Schulklassen und Kinder- sowie Jugendfreizeiten – teils für mehrere Tage, teils über das Wochenende. Neben zwei Wohnzimmern stehen ein Kicker- und Tischtennis-Saal, ein Aufenthalts- und Speisesaal nebst Küche sowie im Obergeschoss diverse Schlafzimmer mit unterschiedlichen Bettenzahlen (von einem bis acht, insgesamt 40 Betten) zur Verfügung. „Dazu haben wir eine Pilgerwohnung, die vor allem von Wanderern des Jakobsweges genutzt wird. Die wird gerade renoviert. Ist die fertig, sind es insgesamt 44 Betten“, erläutert Sarah Wichterich-Jessome. Aber: „Derzeit dürfen wegen Corona nur maximal 20 Gäste gleichzeitig im Haus sein.“

 Die ruhige Lage in einer Senke im Wald („wie ein Märchenhaus“) wird von den Besuchergruppen geschätzt. Wanderwege liegen direkt vor der Haustür, Feuerstelle und Grillplatz sowie ein Spielplatz und eine Seilbahn, die Sarah Wichterich-Jessoms Onkel Volker Niemz ehrenamtlich mit Spenden baute, gehören zum Haus abseits von Verkehr oder Alltagshektik.

Private Feiern sind in dem Schullandheim möglich, wie die 33-Jährige sagt: „Vor Corona waren wir stets ausgebucht. Die Leute mögen es, dass sie das Haus für sich haben.“ Das gelte ebenso für Familienfreizeiten, bei denen die Teilnehmer sich in der Regel selbst versorgten und die Küche eigenständig genutzt werde.