Hilden: Schülervertretung pflanzt Baum für die Zukunft

Aktion am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium : Schüler pflanzen Baum für die Zukunft

Die Gymnasiasten wollen sich für eine bessere Umwelt einsetzen. Das beginnt bei Aktionen wie dem Pflanzen oder dem Bewusstsein von Müll.

Trompeten-Fanfaren haben den feierlichen Akt eröffnet: Auf dem Schulhof des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums steht seit kurzem ein Apfelbaum. Die Pflanze soll ein Symbol für eine bessere Zukunft sein. Möglich gemacht hat es die Schülervertretung des Gymnasiums.

Seit 2017 gibt es Baumpflanzaktionen auf dem Gelände der kirchlichen Schule an der Gerresheimer Straße. Diese erfolgen im zweijährlichen Rhythmus. Ziel der Aktion ist es, einen „ökologischen Fußabdruck“ zu hinterlassen, beziehungsweise einen symbolischen Ausgleich für Kopien zu schaffen.

In ihrer Eröffnungsansprache zitierte Leonie Schmitz, Mitglied der Schülervertretung, Martin Luther. „Auch wenn ich wüsste, dass morgen die Welt zugrunde geht, würde ich heute noch einen Apfelbaum pflanzen.“ Aktuell bei den Jugendlichen sind Aspekte einer umweltgerechten Gegenwart und Zukunft. „Wir begreifen das Thema ‚Fridays for future‘ für das Bonni in diesem Zusammenhang als ein altbekanntes, was wir gleichzeitig neu nutzen“, erklärte die stellvertretende Schulleiterin Petra Kammeier. „Es ist ein willkommener Anlass, um mit unserer Schulgemeinde neu Projekte zu initiieren und zu leben.“

Die Achtklässlerin Leonie erklärte weiter, dass der Baum für Leben und Hoffnung stehe. So wie er wachse, sollten auch die Schüler über sich hinauswachsen. Jeder könne seinen Teil zum Klimaschutz beitragen. Das Geld für den Apfelbaum hatten die rund 20 Mitglieder der Schülervertretung gesammelt – der Garten- und Landschaftsbaubetrieb Caldo hatte den Baum angeliefert und die Arbeitszeit, die für das Pflanzen nötig war, der Schule gespendet.

Nachdem der Apfelbaum sicher eingepflanzt war, zeigten die Schüler bei einer weiteren Aktion ihr ökologisches Bewusstsein. Im vergangenen Jahr war der Schülervertretung aufgefallen, dass an dem Gymnasium der evangelischen Kirche Mülleimer fehlten. „Zum Teil sind die immer übergelaufen“, berichtet Schülersprecher Maxwell Mohme. Daher hatte die Schülervertretung einen Mülleimerwettbewerb gestartet. Dazu waren die einzelnen Klassen der Unter- und Mittelstufe aufgerufen, die Abfallbehältnisse ihrer Klassenräume zu verschönern. Denn einen schönen Mülleimer zu nutzen, sei einfacher. Außerdem wurden zusätzliche Behältnisse angeschafft.

Gewinner des Wettbewerbs ist die Klasse 9a. „Die Schüler  haben sich sehr viel Mühe gegeben, haben einen Meeresgrund, eine Weltkugel und ganz viele Fische gemalt. Ihr Motto ‚Save the ocean‘ passte zu unserer Aktion“, erläutert Maxwell. Die Sieger können sich nun über 60 Euro für die Klassenkasse und einen freien Nachmittag freuen, das heißt sie haben an einem Tag die 5. und 6. Stunde frei. Den zweiten Platz teilen sich die Klassen 9i und 7a, den dritten Platz die Klassen 8a und 8c.

(isf)