Hilden: Hilden ruft Geld für Schulsanierung ab

Hilden: Hilden ruft Geld für Schulsanierung ab

Die Kommune bekommt für das vergangene Jahr 390.000 Euro aus dem Landesprogramm "Gute Schule".

Die Stadt Hilden bekommt für das vergangene Jahr 390.000 Euro aus dem Landesprogramm "Gute Schule". Diese Mittel sind komplett abgerufen. Jetzt hofft die Stadt, auch alles verbauen zu können. Pläne gibt es genug.

Die Landesregierung stellt seit 2017 im Rahmen des Programms "Gute Schule" den Kreisen, Städten und Gemeinden insgesamt zwei Milliarden Euro für die Sanierung maroder Schulen zur Verfügung. Von den 500 Millionen Euro im vergangenen Jahr sind aber nur etwa die Hälfte (223 Millionen Euro) abgerufen worden, berichtet Schulministerin Yvonne Gebauer.

Wenn die Kommunen und Kreise die Zuschüsse für 2017 nicht in diesem Jahr anfordern, sind sie verloren. Gezahlt wird aber nur, wenn genehmigungsfähige Projekte vorgelegt werden. "Hilden hat alle Mittel abgerufen", sagte Bürgermeisterin Birgit Alkenings im Stadtrat auf Nachfrage von Yannik Hoppe (FDP): "Wir hoffen, dass wir auch alles verbauen können." Hilden stehen für 2017 rund 390.000 Euro zu. Damit werden eine ganze Reihe von Schulen renoviert. Auf Vorschlag der Verwaltung nahm der Stadtrat in dieser Woche aber noch eine Änderung im Konzept vor.

Unter anderem hatte die Gemeinschaftsgrundschule Am Elbsee ein neues Lehrerzimmer beantragt. Jetzt ist noch ein neuer Therapieraum hinzugekommen. Hintergrund: Die Schule ist seit vier Jahren Schwerpunktschule für geistige Entwicklung. Sie arbeitet jetzt eng mit Heilpädagogen, Ergotherapeuten oder Logopäden zusammen. Sie brauchen mehr Räume. Zudem meldeten immer mehr Eltern gehandicapte Kinder an.

Schuldezernent Sönke Eichner und Gebäudemanager Ralf Scheib schlagen vor, beides (neues Lehrerzimmer und Therapieraum) miteinander zu verbinden. Das könnte durch den Ausbau des ersten Obergeschosses gelingen und wäre zudem noch wirtschaftlich.

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Allerdings müsste das erst noch genauer untersucht und geprüft werden, heißt es. Das würde allerdings noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Die Schulleitung der Elbsee-Schule ist damit einverstanden, dass das Projekt verschoben wird. Das Geld, das für die Erweiterung des Lehrerzimmers vorgesehen war (43.000 Euro) wird jetzt für den Umbau der Wilhelm-Fabry-Schule zur städtischen Sekundarschule genutzt. Das beschlossen alle Fraktionen einstimmig.

Die Fabry-Schule schließt am 29. Juni für immer. Die Marie-Colinet-Sekundarschule nutzt die modernisierten Gebäude weiter. Wegen dieser Änderung musste auch das gesamte Hildener Konzept "Gute Schule 2020" geändert werden, erläuterte Bürgermeisterin Birgit Alkenings den Stadtverordneten. Sonst könne sie Rückforderungen der Landeszuschüsse nicht ausschließen.

Auch der Kreis Mettmann hat die ihm zustehenden Fördermittel (946.000 Euro) komplett abgerufen, berichtet Landrat Thomas Hendele. Insgesamt stehen dem Kreis bis 2020 noch 2,8 Millionen Euro zur Verfügung. Die ersten Fördermittel werden für den Ausbau des Berufskollegs Hilden, des Berufskollegs Velbert und der Förderschule Helen-Keller-Schule in Ratingen genutzt. In diesem Jahr soll mit den Fördergeldern unter anderem der Breitbandausbau und die Ausstattung der Schulen mit W-LAN vorangetrieben werden.

Der Kreis investiert kräftig in das Berufskolleg Hilden im Holterhöfchen. Die Schule bekommt einen neuen Haupteingang, eine Aula und neue Außenanlagen. Dafür will der Kreis insgesamt 2,2 Millionen Euro aufwenden, verteilt über mehrere Jahre. Noch in diesem Jahr soll der neue Haupteingang gebaut werden. Das Kolleg besuchen rund 2300 Schüler (130 Lehrer).

(cis)