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Hilden rüstet Notunterkünfte mit WLAN für Unterricht aus

Internet-Zugang : Hilden rüstet Notunterkünfte mit WLAN für Unterricht aus

In den Sommerferien hat die Stadt Hilden die ersten Gemeinschaftsunterkünfte für Flüchtlinge mit kostenfreiem WLAN ausgestattet.

Am Standort Herderstraße steht jetzt außerdem ein zentrales Internetcafé mit drei Computer-Arbeitsplätzen sowie Scanner und Drucker zur Verfügung. „Das Projekt war schon länger geplant, weil die Bewohnerinnen und Bewohner der Notunterkünfte keine persönlichen Internetanschlüsse beantragen können“, erklärt Martin Kramer, Sachgebietsleiter IT. „Aufgrund der Corona-Pandemie sollte es nun kurzfristig umgesetzt werden.“ Neue Konditionen des Mobilfunkanbieters und der Förderverein „Freifunk im Neanderland“ halfen dabei. Viele Schulen haben während „der Corona-Pandemie auf digitalen Unterricht umgestellt. „Die 80 Schülerinnen und Schüler, die in den Unterkünften leben, sind daher auf den Zugang zum Internet angewiesen“, sagt Benjamin Roth, Leiter des Sachgebiets Besondere Soziale Dienste. Im Computerraum können sie Referate anfertigen, Lernmaterialien ausdrucken, bearbeiten und versenden.

Auch alle anderen Geflüchteten profitieren vom WLAN. Roth: „Internet bedeutet Zugang zu Bildung und zum Arbeitsmarkt, zu Unterhaltung und Kultur.“ Und: „Für Flüchtlinge ist das Internet oft die einzige Möglichkeit, Kontakt mit den Familien in den Heimatländern zu halten, mit Freunden zu kommunizieren und Informationen sowie Nachrichten abzurufen.“