Hilden: Hilden rockt zum Jubiläum

Hilden: Hilden rockt zum Jubiläum

Vor 150 Jahren wurde Hilden zur Stadt erhoben, vor 40 Jahren die Musikschule gegründet. Gefeiert wird beides zusammen am 18. November mit einer "symphonisch rockenden Hommage" in der Stadthalle.

Das Fabry-Jahr 2010 war noch nicht zu Ende, da begannen schon die Überlegungen, wie man 2011 eines weiteren Ereignisses gedenken könnte, das in die Annalen eingegangen ist: Vor 150 Jahren erhielt Hilden die Stadtrechte. In einem waren sich Verwaltung und Politik vorab einig: Zu teuer darf es nach dem Fabry-Mammut-Programm nicht werden.

Das Sinfonische Blasorchester der Musikschule Hilden unter der Leitung von Thomas Volkenstein probt bereits. Foto: Musikschule

Just in diese Überlegungsphase sei er im Rathaus mit der Frage hineingeplatzt, ob die Stadt Geld für die Feier zum 40-jährigen Bestehen der Musikschule locker machen könne, berichtet MSH-Leiter Karl Hentschel im Gespräch mit der RP. Die Antwort sei schlicht "nein" gewesen. Prompt sei aber die Idee aufgekommen, beide Ereignisse miteinander zu feiern. Im Juni mit einem Stadtfest und im November mit einem Festakt — unter Federführung der Musikschule. Was vermutlich ein Glücksfall ist. Denn eines steht für Hentschel fest: "Es soll keine Reden geben." Stattdessen "ein ereignisreiches Konzert".

Queen, Cocker und The Doors

"Hildenjahre" wird es überschrieben sein, und als Untertitel "Eine symphonisch rockende Hommage". "Die entscheidende Frage war: Welche Musiktitel wählen wir dafür aus?", erläuterten Hentschel und sein Stellvertreter Thomas Volkenstein das Vorgehen. Erfahrungen hatten sie mit Symphonic-Rock bereits 1993 und 2008 "äußerst erfolgreich" gesammelt. "Queen geht immer, Joe Cocker geht immer", sagt Hentschel lachend. "Letztlich haben wir uns dann an den Vorlieben der Sänger orientiert."

Acht Titel stehen auf dem Programm, darunter "Light my fire" von The Doors, "Live to tell" von Madonna und "Uninvited" von Alanis Morissette. Als Sänger wurden mit Tamara Peters und Alexander Kern zwei Eigengewächse der Musikschule verpflichtet, die inzwischen ihren beruflichen Weg in der Musik gefunden haben. Der Dritte, Achim Rhinow, ist Sänger und Produzent aus Köln und vertont Filme.

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Ganz großes Kino wollen die Ensembles der Musikschule bieten: das Sinfonische Blasorchester, das SINFOnieorchester, die Zauberflöten (40 Querflöten), der "Bonni"-Chor und der Musikschul-Chor "Voix mixte". Günter Hartig (Gitarrist und Leiter des Bereichs Rock/Pop und Koordinator des Festprojektes), Günter Rose, Matthias Kaufmann und Robert Kuckertz haben die Arrangements für Orchester und Sänger geschrieben.

Eine schwierige Aufgabe, wie Hartig erläuterte: "Die Stücke müssen so einfach sein, dass sie für alle spielbar sind, das Endergebnis aber wie etwas ganz Großes klingt." Die Vorbereitungen in den einzelnen Ensembles laufen bereits. Die Herbstferien sind für gemeinsame Proben verplant.

Keine Freikarten

Für die Gestaltung der Jubiläumsfeier bekommt die Musikschule 5000 Euro von der Stadt und 10 000 Euro aus einem Fördertopf des Landes NRW. Das Geld aus dem Verkauf der Konzertkarten (Eintritt 14 Euro / ermäßigt 8 Euro) brauche sie dringend, betonte Hentschel: "Wir haben enorme Ausgaben." Deshalb setzt er auch darauf, dass ein Versprechen der Politik eingehalten werde: "Es soll keine Freikarten geben."

(RP/rl)