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Hilden: Outdoor-Ausstellung zur Antibabypille

Fotoschau in Hilden : Outdoor-Ausstellung zur Antibabypille

Die Fotografin Angelina Vernetti zeigt Bilder. „Smile Effekt“ ist zunächst am alten Markt, später im Innenhof des Fabry-Museum zu sehen.

Jedes zweite Mädchen in Deutschland nimmt sie, die Antibabypille. Anlässlich des 60-jährigen Jubiläums in Deutschland zeigt das Wilhelm-Fabry-Museum die Ausstellung „Smile Effekt“ der Berliner Fotografin Angelina Vernetti. Die Outdoor-Ausstellung wird an zwei Stationen zu sehen sein. Die erste Ausstellungsstation ist der alte Markt (Mittelstraße), von Dienstag, 1. Juni, bis Freitag, 4. Juni. Ab Samstag, 5. Juni, wird sie im Innenhof des Wilhelm-Fabry-Museums, Benrather Straße 32a, präsentiert.

„Smile-Effekt – und du fühlst dich rundum wohl in deiner Haut“, heißt es in der Packungsbeilage der Antibabypille Yasminelle. Doch die Tendenz zur hormonellen Verhütung nimmt ab. Sicher auch ein Grund, warum die Hersteller das Bild eines Lifestyleprodukts vermitteln und bessere Haut, schönere Haare und weniger Gewicht versprechen.

Smile Effekt von Angelina Vernetti beschäftigt sich mit der Antibabypille und ihren soziokulturellen wie gesundheitlichen Auswirkungen. Dabei stehen Porträtaufnahmen von betroffenen Frauen, verbunden mit persönlichen Aussagen zum Thema Pille, im Zentrum. Ergänzt wird das visuell kreative und einfallsreiche Konzept collagenartig mit Stillleben, historischen Werbeanzeigen, aber auch zeitgeschichtlichen Kommentaren. Bewusstsein zu schaffen ist das Ziel der Fotografin. „Ich wünsche mir, dass jede Frau, die zur Pille greift, diese Entscheidung bewusst und aufgeklärt treffen konnte.“ Das parallel zum Projekt entstehende Fotobuch Smile Effekt ist zur Zeit in Arbeit und versteht sich als Gedankenanstoß und kann auch Gesprächsgrundlage in der Familienplanung und Sexualpädagogik sein.

 Angelina Vernetti hat sich mit 60 Jahren Antibabypille auseinandergesetzt.
Angelina Vernetti hat sich mit 60 Jahren Antibabypille auseinandergesetzt. Foto: Vivian Rutsch
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Angelina Vernetti lebt und arbeitet als freie Fotografin in Berlin. Ihre Schwerpunkte liegen zwischen Porträt, Mode und Kunst sowie dokumentarischen Langzeitprojekten. Neben dem Studium „Fotojournalismus und Dokumentarfotografie“ an der Hochschule Hannover sammelte Vernetti wertvolle Erfahrungen in der Bildredaktion des Magazins Geo, als Fotoassistentin bei dem international renommierten Fotografen Markus Jans sowie mit einigen Solo- und Gruppenausstellungen – u. a. beim Visa Off / Visa pour l´image Fotofestival in Perpignan, Frankreich.

Eine Eröffnung der Ausstellung, wie sie unter normalen Umständen stattfinden würde, kann aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie nicht umgesetzt werden, teilte die Stadt weiter mit. Alternativ wird eine digitale Version der Vernissage auf dem Youtube-Kanal der Stadt veröffentlicht.

(tobi)