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Lions, Musikschule, Bundeswehr Darauf können sich Musikfans in Hilden freuen

Hilden · Musikschule Hilden und Bundeswehr freuen sich auf das gemeinsame Lions-Benefizkonzert am 5. März in der Stadthalle. Oberstleutnant Michael Euler erklärt, warum Musik gerade jetzt so wichtig ist und was dieses Konzert so besonders macht.

 Thomas Remih (Präsident Lions Club), Peter Scheerer, Eva Dämmer (beide Musikschule) und Oberstleutnant Michael Euler (hinten, v. l.).

Thomas Remih (Präsident Lions Club), Peter Scheerer, Eva Dämmer (beide Musikschule) und Oberstleutnant Michael Euler (hinten, v. l.).

Foto: Köhlen, Stephan (teph)

Es ist das 29. Konzert, das nun vom Ausbildungsmusikkorps und der Musikschule gemeinsam ausgerichtet wird. Eigentlich sollten es 30 sein, aber wegen Corona gab es 2021 keinen gemeinsamen Auftritt. „Wir sind froh darüber, dass wir das wieder veranstalten können“, sagt Thomas Remih, Präsident des Hildener Lions Clubs. Auf der Pressekonferenz in der Waldkaserne, zu der der Club geladen hatte, geben sich alle Beteiligten zufrieden. Unter anderem auch damit, dass Bürgermeister Claus Pommer die Schirmherrschaft über das Konzert übernommen hat.

Dabei gibt es nicht nur Anlass zum Zufriedensein: Die Musikschule leide unter dem städtischen Haushalt und die Lehrerschaft der Musikschule und die Orchester selber haben mit Nachwuchsproblemen zu kämpfen. Besonders Klarinettisten seien absolute Mangelware. Und gerade jetzt in einem Zeitalter der Krisen könne Musik einen großen Unterschied machen erklärt Oberstleutnant Michael Euler, Dirigent und Leiter des Ausbildungsmusikkorps: „Wenn die Menschen miteinander musizieren würden, kämen sie nicht auf andere dumme Gedanken.“

Gerade jetzt sei es wichtig, Kindern und Jugendlichen musikalisches Interesse zu vermitteln. Denn die, die sich in ihrer Freizeit mit einem Musikinstrument beschäftigen, seien nicht „die Kinder, die auf der Straße rumhängen und irgendwas anderes machen“, so Euler. „Wir müssen die jungen Leute wieder motivieren, sich mit Instrumenten zu beschäftigen.“ Das Gemeinschaftsgefühl, das man im Orchester nach einem erfolgreichen Auftritt erlebe, könne kein Computer der Welt ersetzen. Sylvia Hüls, Mitglied des Fördervereins der Musikschule Hilden, kann das auch aus ihrer Rolle als Mutter bestätigen: „Es ist wichtig, dass die Kinder auch neben der Schule noch Erfahrungen sammeln, aus denen sie Selbstvertrauen schöpfen.“ Außerdem bräuchten sie Vorbilder. Deswegen ist das gemeinsame Konzert nicht nur musikalisch wichtig, sondern habe auch Werbefunktion. Toll sei es, wenn Kinder und Jugendliche im Orchester neben den Profis säßen oder das Konzert auch nur von der Zuschauertribüne aus verfolgen und nachher sagen: „Dieses große Orchester – da will ich hin!“ Aus diesem Grunde sei auch bei der Konzeption des Programms darauf geachtet worden, dass besonders der zweite Teil auch für junge Menschen ansprechend sei.

Im ersten Teil stehen gleich zwei Uraufführungen an. Zwei Gewinnerstücke aus dem italienischen Kompositionswettbewerb „Angelo Inglese“ werden von den Musikschülern aufgeführt: ein symphonisches Werk eines japanischen Komponisten mit dem Titel „Prayers of Hope“ und der Gewinner-Marsch „Son of Liberty“. Auch ein Marsch des Komponisten Angelo Inglese selbst wird an dem Abend zu hören sein: der „Terra Nostra“-Marsch.

Im zweiten Teil wird dann ausschließlich das Ausbildungsmusikkorps zu hören sein. Hier wird sich alles um die Musik aus dem Disney-Film „Die Eiskönigin“ drehen. Der Dirigent Jörg Muschinski habe das 40-minütige Werk extra für das Ausbildungskorps geschrieben. „Du kannst schreiben, was du willst. Was man nicht kann, kann man üben“, will ihm Euler gesagt haben. Sehr zur Freude des Dirigenten und vielleicht weniger zur Freude des Ausbildungskorps. Das Stück ist nun für die 75 Soldaten auf der Bühne maßgeschneidert und kann deshalb nicht einfach so von anderen Orchestern nachgespielt werden. Mit dabei ist auch Eulers Dirigentenschülerin Hannah Silberbach, welche als studierte Jazzsängerin an diesem Abend im Orchester das Stimmband spielt. Denn ohne eine kraftvolle Mezzosopranistin wären Hits wie „Lass jetzt los“ wahrscheinlich wesentlich weniger beeindruckend. „Danach kann man relativ wenig steigern. Deshalb kommt’s am Ende“, so Euler.

Das Konzert beginnt um 20 Uhr, Einlass ist ab 19 Uhr. Der Eintrittspreis beträgt 18 Euro bei freier Platzwahl. Der Spendenerlös kommt dem Soldatenhilfswerk und dem Förderverein der Musikschule zugute.

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