Kultur in Hilden Der August hat eine Menge Kultur zu bieten

Hilden · Vom Gesangsworkshop bis zur Fotoaustellung: Das Kulturamt der Stadt Hilden stellt das breite Angebot für den Sommermonat vor und gibt weitere Informationen zu den Veranstaltungen.

 Die zweite Soiree Blanche findet am 12. August am Wilhelm-Fabry-Museum Hilden statt.

Die zweite Soiree Blanche findet am 12. August am Wilhelm-Fabry-Museum Hilden statt.

Foto: Fabry-Museum

Eine Offerte für den Monat August läuft bereits seit 4. Juni: Die Ausstellung „Im Kaltlicht der OP-Lampe“ lockt noch bis zum 22. Oktober ins Wilhelm-Fabry-Museum, Benrather Straße 32a. Die Künstlerin Maina-Miriam Munsky erzeugt in ihren Bildern eine kalte nüchterne Atmosphäre. Als scharfe Beobachterin emotionaler Situationen fotografiert sie in den 1970er-Jahren in Berliner Kreiß- und Operationssälen. Diese Aufnahmen, vor allem von Geburten, dienen ihr als Vorlagen für ihre veristischen Gemälde und Lithografien. In einer Zeit, in der noch das Abtreibungsverbot gilt und die Antibabypille nur an verheiratete Paare verschrieben wird, entstehen ihre ersten Bilder von Embryonen im Mutterleib – Motive, die an einem Tabu rühren und von vielen als skandalös empfunden werden. Dessen ungeachtet erlebt Munsky im Klinikalltag alle Höhen und Tiefen des menschlichen Daseins. Durch ihre Motive gibt sie Einblicke in den Krankenhausalltag, die den meisten Menschen verschlossen bleiben. Dass wir die Bildwelt von Maina-Miriam Munsky erleben können, ist dem Künstler und Munsky-Experten Jan Schüler sowie Prof. Dr. Axel Murken zu verdanken, die dem Wilhelm-Fabry-Museum ausgewählte Exponate zur Verfügung stellen.