Hilden: Juroren loben Prinzipalstücke der Reformationskirche

Architekturpreis: Juroren loben Hildener Prinzipalstücke 

Reformationskirche: Evangelische Gemeinde verpasst Architekturpreis nur knapp.

Die Reformationskirche ist 2017 aufwändig renoviert worden. Unter anderem wurden die Prinzipalstücke (Abendmahlstisch, Kanzel und Taufbecken) erneuert. Die Rheinische Landeskirche lobt alle drei Jahre einen Architekturpreis aus. Die Evangelische Gemeinde Hilden war mit ihren Prinzipalstücken in der engeren Auswahl, hat aber keinen Preis erhalten.

Die Juroren haben jedoch die neue Kanzel, den Abendmahlstisch und das Taufbecken als hervorragend bewertet, berichtet Pfarrer Ole Hergarten. Die Stücke fügten sich perfekt in den alten Kirchraum ein und gäben durch ihre Leichtigkeit den Blick auf die Architektur des Kirchraums frei. Gleichzeitig finde sich die räumliche Grundstruktur der Kirche in den Prinzipalstücken wieder. Der Goldschimmer des Messinguntergestells korrespondiere mit dem Kunstwerk an der Orgelempore und verbreite einen strahlenden Glanz in der Apsis.

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Entworfen hatte die Prinzipalstücke die Architektin Maria Hänichen. Sie kombinierte Messing mit Birnenholz. Auf romanischen Taufbecken finden sich die geflügelten Symbole der vier Evangelisten. Der Adler für Johannes, der Stier für Lukas, der Löwe für Markus und der Mensch für Matthäus, zählt Pfarrer Nicole Hagemann auf. Diese Tradition führt auch das neue Taufbecken – kunstreich gearbeitet – fort. Weil Messing anläuft, musste die Schale des Taufbeckens zusätzlich lackiert werden.

Die Reformationskirche steht unter Denkmalschutz, die Prinzipalstücke nicht. Deshalb werden sie regelmäßig erneuert. Das geschah zuletzt 1964. Die neuen Prinzipalstücke (Kosten rund 50.000 Euro) wurden ausschließlich über Spenden finanziert, betont Hergarten.