Pseudomonas aeruginosa in Hilden entdeckt Immer noch Bakterien in Trinkwasser von Schule

Hilden · Die Zahl der Bakterien des Stamms Pseudomonas aeruginosa sei zwar zurückgegangen, Entwarnung kann die Stadt aber noch nicht geben.

 Bakterien des Stammes Pseudomonas aeruginosa unter dem Rasterelektronenmikroskop.

Bakterien des Stammes Pseudomonas aeruginosa unter dem Rasterelektronenmikroskop.

Foto: dpa

Die Bakterien sind noch immer nicht vollständig aus dem Trinkwasser des Helmholtz-Gymnasiums Hilden (HGH) verschwunden. Das erklärte Baudezernent Peter Stuhlträger am Dienstag. Jedoch habe sich die Belastung verringert: Ein Trinkwasserlabor habe vergangenen Donnerstag an sechs Stellen im Wassersystem neue Proben gezogen. „Das Ergebnis dieser Untersuchung liegt inzwischen vor. Danach haben die durchgeführten Maßnahmen bewirkt, dass der Befall mit den vorgenannten Bakterien im Wassersystem an den Probenentnahmestellen um 65 bis 85 Prozent zurückgegangen ist“, so Stuhlträger. Das bedeutet: Weiterspülen und weitertesten, bis keine Bakterien mehr nachgewiesen werden.

Am 30. August hatten die Stadtwerke das Wasser am Trinkbrunnen des HGH untersucht. Dabei haben die Experten Bakterien des Stamms Pseudomonas aeruginosa entdeckt. „Pseudomonas stellen für gesunde Personen in aller Regel kein Risiko dar. Für bestimmte Personengruppen kann ein Risiko bestehen, das jedoch durch persönliche Schutzmaßnahmen minimiert werden kann“, erklärt Peter Stuhlträger.

In Absprache mit dem Kreisgesundheitsamt habe die Stadtverwaltung Empfehlungen für vorsorgliche Schutzmaßnahmen ausgesprochen, die Strahlregler (Düsen) an den Wasserhähnen geprüft und bei Bedarf ausgetauscht sowie das gesamte Wassernetz intensiv gespült.

Woher die Bakterien stammen, ist unklar. Sie können sich vermehren, wenn Wasser in den Leitungen steht, so Stuhlträger. Und das könne überall passiert sein, beispielsweise auf dem Weg zu den Waschbecken in den Klassen, in denen häufiger mit Beamern als mit der Kreidetafel gearbeitet werde.

Die Stadt lässt die Leitungen nun weiter intensiv spülen. „Eine weitere Probenentnahme ist für den kommenden Freitag, 9. September , geplant. Mit den Ergebnissen dieser Untersuchung wird Anfang kommender Woche gerechnet“, so Stuhlträger: „Bis dahin gelten für Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler weiterhin die Empfehlungen für vorsorgliche Schutzmaßnahmen.“

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