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Hilden: Hospizbewegung hat neues Büro am Nove-Mesto-Platz

Umzug in neue Räume : Hospizbewegung Hilden hat neues Büro am Nove-Mesto-Platz

Offene Tür: Für Freitag, 2. Oktober, lädt der Verein Interessierte von 10 bis 16 Uhr zu Besuch ein.

Helle, großzügige Räume, neue Möbel und das Ganze zentral in der Innenstadt. Das neue Büro am Nove-Mesto-Platz 3a ist für den Vorsitzenden Rainer Pennekamp ein Glücksfall – und das gleich mehrfach. „Am bisherige Standort im Souterrain des Seniorenzentrums Hummelsterstraße konnten wir auf Dauer nicht bleiben“, berichtet er: „Unter Corona-Bedingungen waren wir zeitweise gar nicht mehr erreichbar.“ Durch Zufall wurde der Verein auf ein leer stehendes Ladenlokal am Nove-Mesto-Platz aufmerksam. „Wir haben einen langjährigen Mietvertrag zu guten Konditionen abgeschlossen. Der Vermieter Vonovia hat die Räume nach unseren Wünschen hergerichtet.“ „Und der Umzug hat auch noch auf den Punkt geklappt“, ergänzt Ulrike Herwald, seit zehn Jahren Koordinatorin bei der Hospizbewegung Hilden und eine von drei hauptamtlichen Mitarbeiterinnen.

Die rund 40 Ehrenamtlichen begleiten Schwerstkranke und Sterbende sowie deren Angehörige. „Sie machen die eigentliche Arbeit“, betont Ulrike Herwald: „Einmal im Monat treffen alle zusammen. Deshalb ist es so wichtig, dass sie eine Art Zuhause vorfinden.“ Dass dem so ist, davon haben sich schon Landrat Thomas Hendele, Vizebürgermeister Norbert Schreier und Hildens neu gewählter Bürgermeister Dr. Claus Pommer überzeugt. Ihr Besuch ist Ausdruck der Wertschätzung für die unentgeltliche Arbeit, die die Hospizbewegung schon seit 21 Jahren in Hilden leistet. Sebastian Lott, Vonovia- Regionalbereichsleiter Niederrhein/Bergisches Land, begrüßte die neuen Mieter mit einem Blumenstrauß samt Spende.

Am Freitag, 2.Oktober, lädt die Hospizbewegung alle Interessierten von 10 bis 16 Uhr zu einem Besuch in den neuen Räumen (Nove-Mesto-Platz 3a) ein. „Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben“: So steht es im ebenfalls neuen Flyer des Vereins. Freiwillige begleiten stundenweise Menschen auf ihrem Lebensweg zu Hause, in Alten- und Pflegeheimen und im Krankenhaus. Damit entlasten sie pflegende Angehörige und stehen Schwerstkranken und Sterbenden auf ihrem letzten Weg bei. Die ehrenamtlichen Hospizbegleiter werden geschult und begleitet (Supervision). Es geht im wahren Wortsinn um Leben und Tod. Alle Begleiter berichten übereinstimmend, dass sich durch ihren Einsatz auch der Blick auf das eigene Leben verändert. Und dass sie von den Sterbenden viel zurückbekommen.

Der Verein wird von den Krankenkassen gefördert, finanziert sich über Spenden und die Beiträge der rund 470 Mitglieder. Ab 14. November wird wieder eine „Trauerwerkstatt“ angeboten, ein kreativer Nachmittag für Trauernde. Info im neuen Büro oder unter Telefon 02103 978558-0 (montags bis freitags 9.30 bis 13 Uhr).. www.hospizbewegung-hilden.de.