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Hilden hilft Flutopfern mit Parkgenehmigungen

Nach Hochwasser in Hilden : Stadt hilft Flutopfern mit Parkgenehmigungen

Seit dem Hochwasser Mitte Juli kann die Tiefgarage Nove-Mesto-Platz nicht genutzt werden. Die Dauermieter wissen seither nicht, wo sie ihr Auto abstellen sollen.

Die Nove-Mesto-Tiefgarage lief bei der Starkregen-Überschwemmung am 14. Juli voll Wasser und ist bis auf Weiteres gesperrt. Hartmut Benner hatte einen Stellplatz in der Nove-Mesto-Tiefgarage gemietet. Sein Mietvertrag wurde gekündigt. Sein Büro liegt ganz in der Nähe. Als er sein Auto vor dem Amber-Hotel abstellte, bekam er ein Knöllchen. „Ich bin ja nicht der einzige, der von der Schließung der Nove-Mesto-Tiefgarage betroffen ist“, sagt Benner: „Warum stellt die Stadt den Betroffenen nicht Parkplätze in der Nähe zur Verfügung?“ Die öffentlichen Parkplätze an der Berliner Straße seien mittwochs und samstags für die Marktbeschicker reserviert. Er habe an Bürgermeister Claus Pommer geschrieben und keine Antwort erhalten, „nicht mal einen Standardbrief“. Benner: „Das finde ich unglaublich. Das kann nicht sein.“

Dafür entschuldigt sich jetzt Roland Becker vom Bürgermeisterbüro im Namen von Bürgermeister Claus Pommer: „Ihre Verärgerung hierüber ist absolut nachvollziehbar. Die Beantwortung Ihrer Email ist schlicht in der Menge der nach der Flutkatastrophe eingegangenen Emails untergegangen. Der Leiter der Feuerwehr hat noch eine Stellungnahme zu Ihrer Anfrage übersandt, diese Stellungnahme ist leider nicht an Sie weitergeleitet worden. Das sollte nicht passieren.“

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Benners Klage darüber, warum die Stadt den betroffenen Anwohnern keine Parkplätze in der Nähe zur Verfügung stellt, kann Roland Becker jedoch „überhaupt nicht nachvollziehen“: „Allen betroffenen Anwohnern wurden auf Antrag gebührenfrei eine Sondergenehmigung zum unentgeltlichen und zeitlich unbefristeten Parken auf Bewohnerparkplätzen, auf parkscheinpflichtigen Parkplätzen und auf parkscheibenpflichtigen Parkplätzen ausgestellt. Auch Sie haben eine solche Genehmigung beantragt und erhalten. Diese hatten Sie auch bereits zum Zeitpunkt, als Ihnen das „Knöllchen“ ausgestellt wurde. Zudem wurde das Verfahren unmittelbar am nächsten Tag eingestellt. Zwischenzeitlich haben Sie eine Verlängerung der bis 30. September gültigen Parksondergenehmigung beantragt und erhalten. Daher sind Ihre Vorwürfe – abgesehen von der nichtbeantworteten E-Mail-Anfrage – in keinster Weise nachvollziehbar.“

Bürgermonitor Ampeln signalisieren den Stand eines Themas. Rot: Stillstand oder „Thema gescheitert“. Gelb: Hier tut sich etwas. Grün: Problem gelöst. Kontakt: Telefon 02103  9591-10, E-Mail hilden@rheinische-post.de.