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Hilden/Haan: Staat gewährt bis zu 163.000 Euro Immobilien-Darlehen

Hilden/Haan : Staat gewährt bis zu 163.000 Euro Immobilien-Darlehen

Immobilien sind teuer, die Zinsen dafür immer noch sehr günstig. Zudem gibt es eine erneut verbesserte Landesförderung, die die Finanzierung erheblich erleichtern kann. Darauf weist die Landsbausparkasse LBS hin.

So erhält beispielsweise eine vierköpfige Familie in Hilden und in Haan für den Erwerb der eigenen vier Wände - egal ob neu oder gebraucht - ein vergünstigtes Darlehen von bis zu 163.000 Euro, 6400 Euro mehr als im Vorjahr, hat LBS-Gebietsleiter Bert Christoffel errechnet.

Insgesamt stehen im Kreis Mettmann für die Wohnraumförderung 24,9 Millionen Euro zur Verfügung. Davon sind 18 Millionen Euro für den Mietwohnungsbau vorgesehen, 2,7 Millionen Euro für die ökologische Modernisierung und 4,2 Millionen für die Schaffung von Wohneigentum.

Weil die Immobilienpreise in Nordrhein-Westfalen sehr unterschiedlich sind, werden die Gemeinden in vier sogenannte Kostenkategorien eingestuft. Hilden und Haan gehören unverändert zur höchsten Kategorie, hier beträgt das Grunddarlehen 128.000 Euro. Hinzu kommt ortsunabhängig ein Familienbonus von 17.500 Euro pro Kind. Wer seinen Neubau barrierearm ausstattet, erhält ein Zusatzdarlehen von 10.000 Euro, Holzbau wird mit bis zu 15.000 Euro zusätzlich gefördert.

„Das Landesdarlehen wird - ebenso wie ein Bauspardarlehen - im Grundbuch nachrangig eingetragen. Das kann für den erstrangigen Kredit noch einmal günstigere Konditionen bedeuten“, beschreibt Christoffel eine weitere Erleichterung. Die Kosten für die Förderdarlehen sind gesenkt worden: Sie werden jetzt zu 100 Prozent ausgezahlt, der Verwaltungskostenbeitrag in Höhe von 0,5 Prozent wird künftig von der Restschuld berechnet. Zudem gibt es auf Antrag gleich zu Beginn einen Tilgungsnachlass von 7,5 Prozent auf die gesamte Darlehenssumme, das sind im Beispiel der vierköpfigen Familie 12.225 Euro.

Das Bruttoeinkommen der Musterfamilie darf bis zu rund 54.500 Euro betragen, 15 Prozent der Gesamtkosten des Immobilienerwerbs müssen als Eigenkapital mitgebracht werden. Die Gesamtkosten setzen sich aus dem eigentlichen Immobilienkaufpreis und den sogenannten Erwerbsnebenkosten wie Grunderwerbssteuer, Notar oder Makler zusammen. „Die Landesförderung sieht aber auch beim Eigenkapital Hilfen vor“, so Bert Christoffel.