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Hilden, Haan: Ranger für Wälder im Kreis Mettmann gesucht​

Naturschutz in unserer Region : Warum der Kreis Mettmann Ranger für seine Wälder sucht

Im Nationalpark Eifel gibt es sie bereits. Nun sollen sie auch im Kreis Mettmann in Wäldern für Aufklärung und ein verständnisvolles Miteinander werben: Wer Ranger werden möchte, kann sich jetzt bewerben.

Durch den Einsatz von Naturschutzrangern wollen der Kreis Mettmann und der Landesbetrieb Wald und Holz künftig für mehr Aufklärung, ein rücksichtsvolleres Miteinander und weniger Regelverstöße in den hiesigen Wäldern und Naturschutzgebieten sorgen. Angestrebt ist der Einsatz von zwei Rangern, teilte Kreissprecherin Daniela Hitzemann mit. Das Personal stelle der Landesbetrieb Wald und Holz, der Kreis beteilige sich an den Personalkosten. Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung unterzeichneten jetzt Landrat Thomas Hendele und der Leiter des Regionalforstamtes Bergisches Land, Kay Boenig.

Der Kreis Mettmann sei nicht nur für seine rund 485.000 Einwohner, sondern auch für die Menschen aus den umliegenden Oberzentren ein beliebtes Erholungsgebiet. „Und der Druck auf die Naturräume steigt: Ob Wanderer, Jogger, Mountainbiker, Reiter, Geocacher oder Hundehalter – jeder will die Natur nach seinen Vorstellungen nutzen“, so Hitzemann weiter. Dabei führten die Unkenntnis von Ver- und Geboten im Wald und eine zunehmende Anspruchshaltung der Bevölkerung nicht selten zu Schäden in der Natur und zu Konflikten der Naturnutzenden untereinander, mit Eigentümern, Forstleuten und der Naturschutzbehörde.

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„Das Wissen um den Wald ist in der Bevölkerung häufig verloren gegangen. Oftmals fehlt im urbanen Raum die Möglichkeit für authentische Erfahrung und das Erlernen eines respektvollen Umgangs mit der Natur“, sagt Forstamtsleiter Kay Boenig. „Mit dem Einsatz von Rangerinnen und Rangern wollen wir den Bürgerinnen und Bürgern aller Altersklassen die Bedeutung des Waldes vermitteln und die Möglichkeit eröffnen, diesen Wald naturverträglich für sich zu entdecken.“

Landrat Thomas Hendele freut sich, dass der Kreis mit seinem Ansinnen beim Landesbetrieb sofort auf offene Ohren gestoßen ist: „Der Wunsch, Ranger in den sensiblen Naturräumen im Kreis patrouillieren zu lassen, wurde in den vergangenen Jahren häufiger an uns herangetragen. Durch die Kooperation mit Wald und Holz haben wir jetzt endlich eine praktikable Lösung gefunden.“

Angelegt ist die Kooperation zunächst auf fünf Jahre, berichtet Kreissprecherin Hitzemann: Zwecks Koordination, Erfahrungsaustausch und Weiterentwicklung des Projektes werden sich der Landesbetrieb, insbesondere das Regionalforstamt Bergisches Land, die untere Naturschutzbehörde des Kreises sowie die eingesetzten Ranger regelmäßig austauschen.

Der Landesbetrieb Wald und Holz werde die Stellen nun ausschreiben. Hitzemann: „Wenn sich schnell geeignete Bewerber und Bewerberinnen finden, können die Menschen im Kreis schon bald Bekanntschaft mit den Rangern machen.“