Hilden/Haan Auf das Ankommen folgt der (Schul-)Alltag

Hilden/Haan · Der Verein „Du, ich, wir“ unterstützt Schulen im Unterrichtsalltag. Deutschkurse soll es auch bald in Hilden geben.

 Nach Kursen in Haan, Erkrath und Mettmann soll es bald auch ein Angebot in Hilden geben.

Nach Kursen in Haan, Erkrath und Mettmann soll es bald auch ein Angebot in Hilden geben.

Foto: Du-Ich-Wir

(RP) Die sogenannten „Ankommenskurse“, die der Verein Du-Ich-Wir in den letzten Wochen in Hilden, Haan, Erkrath und Mettmann organisierte, laufen nach und nach aus. Nur noch vier von ursprünglich acht Kursen finden weiter statt. Denn viele der ukrainischen Kinder und Jugendlichen konnten mittlerweile eingeschult werden und nehmen seitdem am Regelunterricht teil. „Dennoch hört unsere Arbeit an dieser Stelle noch lange nicht auf!“, so Dominik Adolphy, Geschäftsführer des gemeinnützigen Vereins. „An vielen Schulen im Kreis Mettmann organisieren wir zusätzliche Förderungen in Kleingruppen, um die einzelnen Klassen zu entlasten.“

Einige der ukrainischen Lehrerinnen, die in den Ankommenskursen von Du-Ich-Wir unterrichtet haben, können auf diese Weise weiter beschäftigt werden. Und die Schulen seien froh über qualifiziertes Personal, welches die Muttersprache der Kinder spricht, erklärt Adolphy.

Liefen die acht Ankommenskurse bisher in Erkrath, Haan und Mettmann, so würde es bald auch ein Angebot in Hilden geben: in Zusammenarbeit mit der VHS sollen zwei Deutschkurse für Erwachsene stattfinden. Außerdem sollen auch Sprachangebote für Kinder im Rahmen von Hausaufgabenbetreuungen eingerichtet werden, damit auch am Nachmittag außerhalb der Schule eine Unterstützung für die Kinder angeboten werden kann. „Nachdem sich die Lage nun etwas beruhigt hat, machen wir das, was wir am besten können: die Schulen möglichst im Unterrichtsalltag unterstützen und am Nachmittag für die Schülerinnen und Schüler da sein – und zwar für alle, die unsere Hilfe benötigen, ganz unabhängig von der Herkunft!“, betont Dominik Adolphy.

Der Kopf des Vereins rechnet damit, dass auch schon bald die ersten ehrenamtlichen Fördergruppen für ukrainische Kinder und Jugendliche starten: „Grundsätzlich können wir jedoch weiterhin jede Hilfe gebrauchen: Menschen, die sich ehrenamtlich um unsere Schützlinge kümmern, genauso wie Spenderinnen, die unsere Vereinsarbeit weiter finanzieren.” Wer die Arbeit des Vereins unterstützen möchte, kann weitere Informationen erhalten unter Telefon 02104-4939774 oder per E-Mail: info@du-ich-wir.org. Wer den Verein Du-Ich-Wir finanziell unterstützen möchte – IBAN: DE45 8306 5408 0004 8906 55; Stichwort “Förderunterricht”.