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Hilden: Hilden günstigste Abfallgebühr

Hilden : Hilden günstigste Abfallgebühr

Im Vergleich zu den Städten im Kreis Mettmann und umliegenden Großstädten zahlten die Bürger in Hilden im vergangenen Jahr am wenigsten für Müllabfuhr und Abwasser, berichtet der städtische Bauhof.

Im Vergleich zu anderen kreisangehörigen Städten und umliegenden Großstädten sind die Gebühren für Abfall und Abwasser in Hilden am günstigsten. Das berichtete der zentrale Bauhof im Umweltausschuss und beruft sich dabei auf Zahlen des Bundes der Steuerzahler NRW.

Dieser hatte bei seiner Untersuchung der 396 Kommunen im Lande einen Vier-Personen-Haushalt zugrunde gelegt. Beim Abwasser war ein jährlicher Verbrauch von 50 Kubikmeter pro Person und beim Niederschlagswasser 130 Quadratmeter überbaute Fläche gerechnet worden. Bei den Abfallgebühren wurden 2011 gleiche Gefäßgrößen bei gleichem Abholturnus verglichen: 120 Liter Restmülltonne bei 14-täglicher Abfuhr, 120 Liter Biotonne; sonstige Gebühren (Sperrgut, Grünabfälle) wurden nicht berücksichtigt.

Mit 590 Euro pro Jahr zahlten die Einwohner Hildens die günstigste Gebühr für Abwasser und Abfall im Kreisvergleich und im Vergleich mit den benachbarten Großstädten. Die durchschnittliche Gebühr aller 396 NRW-Kommunen liegt bei 803 Euro im Jahr.

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Die 120 Liter Restmülltonne in Hilden kostete 2011 so viel wie im Jahr 1998, rechnet Abfallberater Frank Berndt vor. Für 2012 blieb die Abfallgebühr unverändert, die Gebühr für Stadtentwässerung wurde sogar etwas günstiger.

Durch Überschüsse aus der Altpapierverwertung in den Jahren 2009 bis 2011 hätten Rücklagen gebildet werden können, die sich positiv auf die Entwicklung der Abfallgebühren auswirkten. Die Gesamtabfallmenge ist im vergangenen Jahr um rund 1000 Tonnen auf 27 817 Tonnen gestiegen. Der größte Zuwachs wurde mit 390 Tonnen bei den Verpackungen festgestellt. Worauf dies zurückzuführen ist, kann Berndt noch nicht sagen: "Ich warte noch auf eine Rückmeldung der Firma Awista, die die gelben Tonnen im Kreis Mettmann leert."

Beim Altglas beispielsweise habe das Unternehmen die eingesammelte Menge im Kreis gemittelt und auf die Kommunen pro Kopf der Einwohner umgerechnet. Bei Bioabfällen wurden im vergangenen Jahr knapp 4000 Tonnen eingesammelt, gut 190 Tonnen mehr als in 2010.

"Jahrelang ging diese Menge zurück, jetzt steigt sie wieder", ist der Abfallberater froh. Denn mit 80 Kilogramm je Einwohner und Jahr liege Hilden noch leicht unter dem Landesdurchschnitt von 109 Kilogramm pro Einwohner und Jahr. Das führt Berndt auf die hohe Siedlungsdichte mit vielen Mehrfamilienhäusern zurück. In Hilden wurden rund 56 Prozent des Restmüllvolumens über Großraumcontainer (660 Liter Fassungsvermögen und mehr) eingesammelt. In solch großstädtischen Bereichen werde erfahrungsgemäß weniger Müll getrennt und mehr in die graue Restmülltonne geworfen als in Quartieren mit vielen Eigenheimen.

(RP)