Hilden Feuerwehr öffnet ihre Türen

Hilden : Brandschützer zeigen viele Facetten ihrer Arbeit

Großer Andrang – insbesondere von Familien mit Kindern – herrschte am Samstag beim Tag der Offenen Tür auf der Hildener Feuerwache.

Gerade hatten die Feuerwehrleute unter den Augen der staunenden Besucher die Rettung eines Mannes aus schwindelerregender Höhe simuliert, rief auch schon die ganz reale Pflicht: An den Zuschauern vorbei ging es für die Brandschützer und Lebensretter zu einem echten Einsatz. „Das Tagesgeschäft geht eben weiter“, sagte der Hildener Feuerwehrleiter Hans-Peter Kremer, der sich am Samstag beim „Tag der Offenen Tür“ auf der Wache unter die Gäste mischte. Insgesamt 70 freiwillige und hauptberufliche Einsatzkräfte arbeiteten beim bunten Fest mit, zwölf Mann hatte die Feuerwehr für etwaige Einsätze im Wachdienst aufgeboten – und sie konnten im Fall der Fälle auf weitere Kollegen zurückgreifen.

Hunderte Besucher – darunter naturgemäß auch viele Kinder – tummelten sich bereits am Vormittag kurz nach der Eröffnung auf dem Gelände am Feuerwehrhaus und bestaunten die ausgestellten Fahrzeuge auf dem Hof. Eines davon ist heute nicht mehr im Einsatz, aber immer noch ein echter Hingucker: Das erste motorisierte Fahrzeug der Hildener Feuerwehr, ein herausgeputzter Mannschaftswagen aus dem Jahr 1930, bot vielen Besuchern ein schickes Fotomotiv. Bis dahin hatten die Hildener Feuerwehrleute auf Pferdegespannen ihren Dienst verrichtet.

Einblicke in die Arbeit der Gegenwart boten die Gastgeber überall auf dem Gelände – zum Beispiel im Rahmen mehrerer Vorführungen: So wurden die Zuschauer Zeugen einer Einsatzübung der Jugendfeuerwehr, die einen in Brand geratenen Container löschte, und erlebten eine Fett- und Staubexplosion. Das Rauchdemohaus verdeutlichte, wie rasch sich Rauch im Falle eines Brandes in einem Gebäude ausbreitet.

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Und nebenan standen die Gäste Schlange, um das Inferno gewissermaßen am eigenen Leib mitzuerleben: Im Rauchzelt konnten sie erkunden, wie schwierig es ist, sich in einem brennenden Haus zu orientieren. Mit Fluchthauben ausgestattet ließen sich ganze Familien von erfahrenen Feuerwehrleuten durch das mit ungiftigem Kunstnebel ausgefüllte Zelt führen. Das beulte sich immer wieder aus, als die Teilnehmer der kleinen Expeditionen an die Innenhaut stießen. „Das war ganz schön gruselig“, sagte eine junge Besucherin nach dem Ende des Rundgangs. „Man sieht einfach gar nichts und hat kein Gefühl für die Größe des Raumes mehr“, berichtete Familienvater Simon Thüring.

Auch eine Löschübung für die kleinsten Besucher und Rundfahrten mit Feuerwehrautos standen beim Tag der Offenen Tür hoch im Kurs bei den Gästen. „Vor der Fahrt haben wir eine Weile angestanden“, erzählte Thüring. Und natürlich durften auch ein Imbiss und die Hüpfburg zum Austoben nicht fehlen.

Den erwachsenen Gästen diente dazu wiederum die Rockband "Starbuckaster", die ab dem späten Nachmittag in der Fahrzeughalle auftrat. Beim Feuerwehreinsatz im Anschluss an die Rettungsübung soll indes keine größere Gefahr für Leib und Leben bestanden haben: Nach Angaben der Feuerwehr hatte sich eine Katze auf einem Baum verirrt.

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