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Hilden: Feuerwehr lädt zum „Tag der Feuerwehr“ ein

Feuer und Flamme in Hilden : „Tag der Feuerwehr“ in der Innenstadt

Die Einsatzkräfte verzichten zum dritten Mal in Folge auf ihren Tag der offenen Tür, laden aber dafür zu einem Aktionstag im Bereich des alten Marktes in Hilden ein. Es gibt Vorführungen und Infostände, erklärt Feuerwehrchef Hans-Peter Kremer.

Zwei Jahre mussten die großen und kleinen Feuerwehrfans in Hilden auf den Tag der offenen Tür verzichten – und auch in diesem Jahr fällt er wieder aus. Die Feuerwehr plant allerdings eine andere Veranstaltung, die von der Feuerwache am Holterhöfchen in die Innenstadt ausgelagert wird, wie Feuerwehrchef Hans-Peter Kremer erklärt: Im Bereich des alten Marktes soll am Samstag, 17. September, der „Tag der Feuerwehr“ stattfinden.

Die Hildener Feuerwehr hat vor Corona mit einem Tag der offenen Tür im Sommer jedes Jahr viele Hildener auf den Hof der Feuerwache gelockt. Dort konnten sie sich die Fahrzeuge anschauen und erklären lassen, Waffeln, Kuchen und Erbsensuppe essen, Kinder (und ihre Eltern) konnten in einem Feuerwehrauto mitfahren und mit einer Spritzpumpe auf ein Miniaturhaus zielen.

So groß wird das Angebot in diesem Jahr nicht sein, aber auch die abgespeckte Version kann sich sehen lassen: „Wir werden einige Feuerwehrfahrzeuge zeigen, an Infoständen über die Arbeit der Feuerwehr, der Jugendfeuerwehr und des Rettungsdienstes berichten und auch einige Vorführungen durchführen“, erklärt Kremer weiter. Los geht’s zwischen der Eiligen Einkäuferin und dem alten Markt um 10 Uhr.

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Den Hof der Feuerwache können die Einsatzkräfte noch nicht für die große Öffentlichkeit freigeben. „Wir befinden uns immer noch in der Pandemie-Problematik“, erklärt Kremer. Aus diesem Grund hat die Feuerwehr auch den Rettungsdienst noch teilweise ausgelagert. Es sei schwierig, die Wache und den Hof mit einem sinnvollen Hygienekonzept freizugeben. Daher habe man sich dafür entschieden, den „Tag der Feuerwehr“ dieses Jahr noch außerhalb zu veranstalten. „Damit sind wir auf der sicheren Seite“, so Kremer. Gegen 14/14.30 Uhr endet der Aktionstag in der Innenstadt. Danach werde es noch einen internen „Dankeschön-Abend“ geben, berichtet der Feuerwehrchef.

Für 2023 rechnet Hans-Peter Kremer mit einem regulären Tag der offenen Tür, der dann wieder mit den Alarmfahrten für Kinder und der Fettexplosions-Vorführung im Schatten des Schlauchturms durchgeführt werden kann. Natürlich müsse abgewartet werden, wie sich die Corona-Lage weiter entwickelt. Aber der Feuerwehrchef ist zuversichtlich.

Das große Jubiläum der Hildener Feuerwehr, das vor zwei Jahren wegen Corona abgesagt werden musste, spielt beim „Tag der Feuerwehr“ – der ersten großen offiziellen Veranstaltung seit dem Ausbruch der Pandemie – übrigens keine Rolle. 150 Jahre alt ist die Feuerwehr damals geworden. „Wir werden nicht 152 Jahre feiern“, erklärt Kremer, „aber vielleicht 155 Jahre.“

Die Geschichte der Hildener Feuerwehr beginnt vor 200 Jahren. Am 21. April 1822 wurde vom damaligen Hildener Bürgermeister Franz Albert Schieß das erste Feuerlösch-Reglement für Hilden erstellt. Es basierte auf der „allgemeinen Bürgerpflicht und der Nachbarschaftshilfe“. Jeder der damals etwas mehr als 2000 Hildener musste mit anpacken – wer sich weigerte, wurde bestraft. In jedem Haushalt musste es einen Löscheimer geben, Handwerker benötigten darüber hinaus Leitern und Werkzeug. Es gab eine Spritzenmannschaft, „Pioniere der Brand-Kompanie“ und ein „Brandpikett“. Diese Abteilung hatte die Aufgabe, die beim Brand geretteten Wertgegenstände zu verwahren. Der „Hildener Turnverein“ – der heutige HAT – warb später bei seinen Mitgliedern für die Gründung einer Turnerfeuerwehr auf freiwilliger Basis. Dies geschah in der Vereinssitzung vom 31. Januar 1870 – dieser Termin gilt heute auch als offizielle Gründung der Hildener Feuerwehr.

Die Stadt Hilden verfügt heute über eine freiwillige Feuerwehr mit über 100 ehrenamtlichen und rund 70 hauptamtlichen Kräften. Die hauptamtliche Wache besteht aus zwei Wachabteilungen, die jeweils in 24-Stunden-Schichten Dienst leisten. Der ehrenamtliche Bereich der Feuerwehr gliedert sich in drei Löschzüge mit jeweils zwei Löschgruppen. Zusätzlich werden mit der Gruppe für Information und Kommunikation (IuK) und der Gruppe für gefährliche Stoffe und Güter (GSG)  sowie der Tauchergruppe drei  Sondergruppen unterhalten.