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Hilden: Bürgerbüro sagt kurzfristig Termine ab

Personalnot in Hilden : Bürgerbüro sagt kurzfristig Termine ab

Jeder dritte Termin am Montag und Dienstag wird laut Stadt abgesagt. Grund seien mehrere krankheitsbedingte Ausfälle, erklärte eine Stadtsprecherin.

Personalnotstand im Bürgerbüro sorgt für kurzfristige Terminabsagen – das hat die Stadt jetzt bekannt gegeben. Betroffen war der Montag, außerdem fallen auch einige Termine am Dienstag aus, hieß es. Als Grund nennt die Verwaltung krankheitsbedingte Ausfälle.

Um den Personalnotstand aufzufangen, habe die Stadt kurzfristig Kräfte an anderer Stelle abgezogen und Aufgaben umstrukturiert. „Darüber hinaus unterstützt Beigeordnete und Kämmerin Anja Franke das Team vor Ort“, erklärte eine Stadtsprecherin. Dennoch könnten nicht alle Termine gehalten werden. „Da eine Priorisierung technisch nicht möglich ist, hat sich die Stadt entschieden, im Sinne der Gleichbehandlung nach dem Zufallsprinzip jeden dritten Termin abzusagen.“

Wer eine Absage erhalten, aber ein dringendes und unaufschiebbares Anliegen haben, könne sich per E-Mail an buergerbuero@hilden.de oder telefonisch bei Anja Franke (02103 72-1200) melden. „Wir versuchen dann, eine Lösung zu finden!“

Das Bürgerbüro der Stadt Hilden ist immer wieder kritisiert worden – zuletzt Ende April, als die Kunden plötzlich vor verschlossener Tür standen. Die Stadt sprach damals von einem „hohen Krankenstand“ und „technische Komplikationen“. Zwischenzeitlich lief der Betrieb wieder lange Zeit reibungslos.

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Doch wieso kommt es zu solchen Engpässen? „Die Personalplanung für das Bürgerbüro berücksichtigt sowohl Urlaubszeiten als auch – im Rahmen der Möglichkeiten – Ausfälle wegen Krankheit. Primäres Ziel ist es, dass das Bürgerbüro immer mit mindestens drei Mitarbeitenden besetzt ist, sodass alle vereinbarten Termine auch gehalten werden können“, erklärte uns vor einigen Wochen Michael Siebert, der als Ordnungsamtsleiter auch für das Bürgerbüro zuständig ist. Zuletzt sei dies stets gelungen. Doch wenn mehrere Mitarbeiter gleichzeitig ausfallen, kann dies nicht kompensiert werden. Da geht es der Verwaltung nicht anders als Unternehmen in der freien Wirtschaft.

Das Bürgerbüro stand in den Jahren vor Corona wiederkehrend durch lange Wartezeiten, krankheitsbedingte Ausfälle und einer hoher personellen Fluktuation im Fokus, so Siebert weiter. „Die Einführung des Termingeschäftes hat zu verbesserten Arbeitsbedingungen geführt und bietet den Kundinnen und Kunden letztlich mehr Verlässlichkeit.“ Insgesamt könne das Termingeschäft daher als Erfolg gewertet werden. „Notwendige und sinnvolle Anpassungen inbegriffen.“ Krankheitsbedingte Ausfälle ließen sich dennoch für die Zukunft nicht ganz ausschließen.

Termine können online auf der Homepage der Stadt vereinbart werden.