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Hilden: Brand in Fachwerkhaus Im Loch - 500.000 Euro Schaden

Kriminalpolizei ermittelt : Brand zerstört Fachwerkhaus in Hilden - 500.000 Euro Schaden

In Hilden hat am Donnerstagabend ein Fachwerkhaus gebrannt. Der Dachstuhl stand in Flammen. Verletzt wurde niemand, der Sachschaden geht in die Hunderttausende.

Als es langsam hell wird, ist das Ausmaß der Zerstörung zu erkennen: Im Dachstuhl des wunderschönen Fachwerkhauses klafft ein riesiges Loch, verkohlte Balken lugen hervor. Der Sachschaden ist immens. Die Bewohner konnten sich jedoch rechtzeitig in Sicherheit bringen.

In der Nacht zu Freitag hat das Gebäude an der Straße Im Loch im Bereich Bibelskirch gebrannt. Gegen 21.15 Uhr bricht im ersten Obergeschoss und im Dachstuhl von zwei aneinander liegenden Doppelhaushälften das Feuer aus, wie die Polizei mitteilt. Als die Feuerwehr eintrifft, schlagen die Flammen bereits aus dem Dachstuhl.

Aufgrund der ersten Notrufe kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich noch Bewohner im Haus befinden, erklärt ein Sprecher der Hildener Feuerwehr. Daher erhöhen die Einsatzkräfte die Alarmstufe und rufen die Freiwillige Feuerwehr sowie Unterstützung aus Langenfeld und Erkrath dazu. Alleine die Hildener Feuerwehr bekämpft mit 72 Einsatzkräften und 14 Fahrzeugen das Feuer. Die Feuerwehr Langenfeld stellt während des Einsatzes den Grundschutz auf der Feuerwache Hilden sicher: Wenn in Hilden ein weiteres Feuer ausbricht, können sie eingreifen.

Die vier Bewohner können sich noch vor Eintreffen der Einsatzkräfte selbst in Sicherheit bringen, verletzt wird niemand. Auch die Pferdeställe in direkter Nachbarschaft bleiben verschont. Die Tiere müssen in der Nacht daher auch nicht in Sicherheit gebracht werden, die Feuerwehr hat das Feuer schnell unter Kontrolle, sodass die Flammen nicht übergreifen können. „Weder Ställe noch die Tiere sind in Mitleidenschaft gezogen worden“, sagt eine Hausbewohnerin am Tag danach.

Die Feuerwehr löscht den Dachstuhl vor allem über die Drehleiter. Die Einsatzkräfte entfernen Teile des Daches, damit sie alle Glutnester erreichen und löschen können. Da der Fachwerkhof im Bereich Bibelskirch im eher dünn besiedelten Raum Hildens liegt, muss die Feuerwehr das Löschwasser über längere Strecken heranschaffen. Das sei zu Beginn des Einsatzes „die größte Herausforderung“ gewesen, erklärte der Sprecher weiter. Gegen 23.15 Uhr melden die Einsatzkräfte, dass das Feuer unter Kontrolle sei. Die Nachlöscharbeiten dauern allerdings noch ein paar Stunden weiter an. Sicher ist sicher.

Der Schaden an dem historischen Gebäude ist hoch. Die Polizei schätzt ihn auf etwa 500.000 Euro. Die Kriminalpolizei Mettmann übernimmt am Morgen den Einsatzort und sucht nach der Brandursache. Nach ersten Erkenntnissen geht sie davon aus, dass ein technischer Defekt das Feuer ausgelöst hat, erklärte ein Sprecher am Freitag.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Fachwerkhaus in Hilden steht in Flammen