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Hilden bleibt an bundesweitem Sirenen-Warntag stumm

Hilden : Hilden bleibt an Warntag stumm

Die Sirenen stammen noch aus den 60er Jahren. Sie werden ausgetauscht. Im kommenden Jahr, hofft Hildens Feuerwehrchef Hans-Peter Kremer, sollen sie am Warntag erklingen.

Wenn am Donnerstag um 11 Uhr in ganz Deutschland Sirenen heulen, wird auch in Hilden etwas zu hören sein – wenn auch nur ganz leise aus den Nachbargemeinden. Denn in Hilden gibt es noch keine modernen akustische Warnanlagen. „Hilden verfügt über Sirenen aus den 1960er-Jahren, die ausschließlich den Ton ,Feueralarm’ erzeugen können“, erklärt Hans-Peter Kremer, Leiter der Hildener Feuerwehr. Der Warntag diene aber nicht nur dem Test der Warnsysteme. Auf diese Weise könnten die Bürger auch mit den Sirenensignalen und deren Bedeutung vertraut gemacht werden. Das macht in der Itterstadt bei lediglich einem möglichen Ton nur wenig Sinn.

Derzeit werde die Modernisierung und Erweiterung des Sirenennetzes an ausgewählten Standorten im Kreis vorbereitet, damit in Kürze eine Ausschreibung zur Lieferung und Montage der Anlagen erfolgen könne. In Hilden sollen die Arbeiten Ende des Jahres starten. „Wir hoffen, dass die Anlage zum nächsten Warntag in einem Jahr einsatzbereit ist“, erklärt Hans-Peter Kremer.

Im Ernstfall werden auch Lautsprecherwagen zur Warnung der Bevölkerung eingesetzt. Das Einsatzkonzept des Kreises Mettmann wird daher am 10. September ebenfalls geübt. Die kreisangehörigen Feuerwehren – darunter auch die Hildener – werden hierzu Warnfahrzeuge nach Alt-Erkrath entsenden, wo ab 11 Uhr für circa 30 Minuten in einem festgelegten Bereich ein Probealarm aus Lautsprecherfahrzeugen ausgesendet wird. Am Warntag werden zudem die für Smartphones konzipierten Warn-Apps „Nina“, „Katwarn“ und „Biwapp“ einen zentral vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe aktivierten Probealarm anzeigen.

„Sirenensignale gelten nach wie vor als maßgebliche Warnmöglichkeit. Sirenen wird ein Weckeffekt zugeschrieben. Ihr Ton erregt Aufmerksamkeit und weckt die Bewohnerinnen und Bewohner gegebenenfalls aus dem Schlaf“, erklärt Hans-Peter Kremer. Gerade nachts seien im Normalfall der Fernseher und Radio aus- und das Handy lautlos gestellt. Der Heulton einer Sirene ist davon unabhängig.

Am 10. September werden in Haan, Heiligenhaus, Langenfeld, Mettmann, Monheim am Rhein und Velbert um 11 Uhr die Sirenen ausgelöst. Der Probealarm beginnt mit einem einminütigen Dauerton, der im Ernstfall „Entwarnung“ bedeutet. Danach folgt eine fünfminütige Pause. Anschließend ist ab 11.06 Uhr ein einminütiger auf- und abschwellender Heulton zu hören. Dabei handelt es sich um das eigentliche Warnsignal, welches bei einem echten Notfall auf eine Gefahrenlage hinweist. Nach einer weiteren fünfminütigen Pause schließt um 11.12 Uhr ein einminütiger Entwarnungsdauerton den Probealarm ab.

Im Ernstfall sollten Menschen geschlossene Räume aufsuchen, Türen und Fenster geschlossen halten und das Radio einschalten. Bei akuten Gefahren werden über Hörfunk (WDR 2 und Radio Neandertal) Informationen und Verhaltenshinweise gegeben, hieß es weite.

(tobi)