Institut für öffentliche Verwaltung in Hilden Ausstellung thematisiert Guillain-Barre-Syndrom

Hilden · Im Institut für öffentliche Verwaltung in Hilden ist die Ausstellung „GetBetterSoon – Nervensache 1000 & 1 Gesicht“ zum Thema Guillain-Barre-Syndrom zu sehen.

Petra Fahrwinkel-Istel, Leiterin des Instituts für öffentliche Verwaltung in Hilden, begrüßt die Gäste der Ausstellungseröffnung von „GetBetterSoon – Nervensache 1000 & 1 Gesicht“ der Fotografin Sabine Hansen.

Petra Fahrwinkel-Istel, Leiterin des Instituts für öffentliche Verwaltung in Hilden, begrüßt die Gäste der Ausstellungseröffnung von „GetBetterSoon – Nervensache 1000 & 1 Gesicht“ der Fotografin Sabine Hansen.

Foto: Insitut/Sabine Hansen

Unter dem Titel „GetBetterSoon – Nervensache 1000 & 1 Gesicht“ ist jetzt eine neue Ausstellung im Institut für öffentliche Verwaltung (IöV) an der Hochdahlers Straße 280 im Hildener Norden eröffnet worden. Das teilte das Institut jetzt mit.

Die Buchstaben GBS stehen einerseits für „Get better soon“ (etwa „hoffentlich geht es Dir bald besser“), andererseits aber auch für das Guillain-Barre-Syndrom. „Hierbei handelt es sich um eine Form der Polyneuropathie, also laienhaft um eine Nervenerkrankung. Gezeigt werden in der Ausstellung Porträtaufnahmen von Personen, die unter einer Polyneuropathie leiden oder litten“, erklärte eine Institutssprecherin.

Zu jedem Bild lasse sich über einen QR-Code eine Videosequenz abrufen, in der die betroffene Person ihre Krankheitsgeschichte erzählt. Die Initiatorin und Fotografin Sabine Hansen, die selbst seit 2011 an GBS und dem Miller-Fischer-Syndrom erkrankt ist, hat zwischen 2018 und 2022 Betroffene in Deutschland und der Schweiz aufgesucht, porträtiert und videografiert, um auf die Nervenkrankheit aufmerksam zu machen. Unterstützt wurde sie dabei durch Professor Min-Suk Yoon, dem ärztlichen Direktor und Chefarzt der Neurologischen Klinik am evangelischen Krankenhaus in Hattingen und die deutsche Polyneuropathie Selbsthilfe, vertreten durch Albert Handelmann.

Die Ausstellung ist nun für zwei Monate im IöV zu sehen. „Anzumerken sei hier, dass es sich bei den Aufnahmen um ästhetische Bilder handelt. Es muss niemand befürchten mit Fotos konfrontiert zu werden, die sie oder ihn verschrecken könnten“, erklärt die Institutssprecherin weiter.

Fotografin Sabine Hansen betont: „Mir ist wichtig gewesen, dass die Besucher der Ausstellung sehen, wer die porträtierten Menschen sind. Positiv mitten im Leben stehend trotz ihrer Lebensgeschichte.“ Ziel sei es, ein Bewusstsein für diese Erkrankungen zu schaffen, die weitaus häufiger auftreten als Krankheiten wie Amyotrophe Lateralsklerose (ALS), Multiple Sklerose (MS) oder Parkinson, die aber deutlich weniger bekannt seien.

Die Ausstellung ist vom 18. bis 22 Dezember und vom 2. bis 5. Januar 2024 für Besucherinnen und Besucher nach telefonischer Anmeldung unter 02103 4910 in der Zeit von 10 bis 16 Uhr zu sehen.

(RP)
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