Baustelle in der Innenstadt von Hilden Hier entsteht für mehrere Monate ein Nadelöhr

Hilden · Der Eingang zur Mittelstraße wird umgebaut. Die Stadt plant eine Bauzeit von mehreren Monaten ein. Währenddessen müssen Autofahrer Umleitungen in Kauf nehmen. Die Rheinbahn meidet bereits seit Anfang Oktober den Bereich, was viele Kunden irritiert.

Hilden: Baustelle - Engpass am Fritz-Gressard-Platz für mehrere Monate​
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Engpass am Fritz-Gressard-Platz für mehrere Monate

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Foto: Köhlen, Stephan (teph)

Der Eingang zur Mittelstraße erhält ein neues Gesicht. Der Übergang zwischen Stadtpark und Mittelstraße im Bereich des Fritz-Gressard-Platzes wird umgebaut. „Mit der städtebaulichen Maßnahme soll die Mittelstraße eine verbesserte Anbindung an den Stadtpark und den Fritz-Gressard-Platz erhalten und die Eingangssituation in die Innenstadt und den Stadtpark verbessert werden“, erklärt Roland Becker von der Stadt Hilden. Nun steht auch der Termin: Die Bauarbeiten sollen am 14. November starten. Was viele Rheinbahnkunden irritiert: Die Busse der Linien O3 (Richtung Hildener Norden) und 785 (Richtung Düsseldorf) fahren schon seit Anfang Oktober teilweise weite Umleitungen, Haltestellen entfallen – „wir brauchen jetzt viel länger, weil der O3 eine kilometerlange Umleitung fährt“, beschwert sich ein Leser.

„Um Fahrzeug- und Personaleinsatz der betroffen Buslinien O3 Fahrtrichtung Köbener Straße und 785 Fahrtrichtung Düsseldorf anzupassen, benötigt die Rheinbahn grundsätzlich rund neun Wochen Vorlauf“, erklärt Roland Becker weiter. Der ursprüngliche Zeitplan habe einen Baubeginn am 4. Oktober vorgesehen. „Dies war für die Rheinbahn die Basis ihrer Kapazitätsplanung.“

Doch der Baubeginn am Fritz-Gressard-Platz wurde verschoben: „Im Rahmen der öffentlichen Ausschreibung wurde ein Tiefbauunternehmen gefunden, und die Arbeiten können nun beginnen. In einem Projektauftaktgespräch am 29. September mit allen Projektbeteiligten wurde aus organisatorischen Gründen und unter Berücksichtigung der derzeit langen Materiallieferzeiten als Baubeginn der 14. November vereinbart“, berichtet Becker weiter. Auf die am 29. September angepassten Bauzeiten habe die Rheinbahn nicht mehr reagieren können.

Bei der Umleitung wird es nun auch bleiben, auch wenn die Baustelle erst im November beginnt, erklärt Rheinbahn-Sprecherin Heike Schuster: „Es geht nicht nur um die Umplanung des Fahrplans, sondern vor allem um die Umlaufpläne für die Busse und die Dienstpläne für die einzelnen Fahrerinnen und Fahrer; diese müssen vorab genehmigt werden. Bei der Linie 785 ist die Umleitungsstrecke 700 Meter länger, bei der Linie O3 2,5 Kilometer. Dadurch brauchen wir im Umlauf einen zusätzlichen Bus. Dadurch ist der Aufwand der Um- und Neuplanung sehr hoch, hinzu kommt die zeitliche Frist. Daher müssen wir die Umleitung trotzdem fahren, auch wenn die Bauarbeiten später beginnen.“

Aber was passiert eigentlich genau bei der Baustelle? Die Bauarbeiten sind Teil des sogenannten integrierten Handlungsprojektes für die Hildener Innenstadt, A 1 neu. „Die bestehende Barrierewirkung zwischen Innenstadt und Stadtpark soll verringert werden. Des Weiteren werden die Verkehrsflächen neu geordnet, sodass sich die Verkehrssituation für Radfahrer, Fußgänger und Fahrgäste des ÖPNV ebenfalls verbessert“, erklärt Roland Becker. Aktuell führen zwei Fußgängerampeln von der Fußgängerzone über die Straße bis zum Stadtpark. Nachher steht nur noch eine Ampel zur Verfügung. Sie wird etwa in der Straßenmitte der Mittelstraße installiert, die Fußgängerfurt wird sechs Meter breit sein. Die südliche Fußgängerinsel (in Fahrtrichtung Langenfeld) wird dafür bis auf die Kreuzung mit der Mittelstraße verlängert.

Der nördliche Fußgängerüberweg soll zurückgebaut werden, um dort eine Linksabbiegespur vom Fritz-Gressard-Platz aus in die Mittelstraße anlegen zu können. Über diesen Weg soll der Lieferverkehr in Zukunft eine Zufahrt in die Fußgängerzone erhalten. Von der anderen Seite aus soll das Rechtsabbiegen in die Mittelstraße verboten werden. Die Stadtplaner wollen so  Konflikte zwischen Lkw und Fußgängern im Wartebereich der Ampel vermeiden.

Die Bauzeit wird etwa vier Monate betragen, schätzt Roland Becker. Begonnen werde an der Bushaltestelle Fritz-Gressard-Platz Bussteig 4 und der westlichen Mittelstraße. „Die Baustelle wird ab dem 10. November eingerichtet. Ab diesem Zeitpunkt erfolgt die Anpassung der Verkehrsführung.“ Die Fahrtrichtung vom Hagelkreuz aus kommend nach Norden auf der Benrather Straße (L 404) entfalle. Eine Ausweichroute werde ausgeschildert. „In einem zweiten Schritt wird die westliche Fahrbahnseite ausgebaut. Dann wird der Abschnitt Benrather Straße (L 404), zwischen dem Fritz-Gressard-Platz und der Mittelstraße, nur in Fahrtrichtung Süden nach Langenfeld nutzbar sein.“ Für Fußgänger blieben die Einschränkungen auf ein Mindestmaß beschränkt. „Radfahrer werden gebeten, im Baustellenbereich abzusteigen“, erklärt Becker weiter.