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Hilden: Hilden 05/06 braucht neue Umkleiden

Hilden : Hilden 05/06 braucht neue Umkleiden

Die Umkleiden von Hilden 05/06 auf dem Sportplatz Weidenweg sind vom Verein stets gut gepflegt worden, bescheinigt das Gebäudemanagement. Das Gebäude jedoch, in dem sie untergebracht sind, ist sehr einfach gebaut und mittlerweile 39 Jahre alt. Die Bodenplatte sei zumindest in Teilen undicht.

Folge: feuchte Wände. In den Duschen bildet sich — trotz guter Reinigung — immer wieder Schimmel an Decken und Wänden, weil sie von so vielen Sportlern genutzt werden. Zudem sind die Unterhaltskosten hoch. Hauptproblem: Für die 24 Mannschaften im Spielbetrieb, darunter drei Mädchen-Teams, reichen die Umkleiden längst nicht mehr aus, erläutert Vorsitzender Ralf Tschaschler: "Samstags finden auf der Anlage oft drei Spiele gleichzeitig statt. Das führt zu Wartezeiten und Unmut bei den Eltern." Dasselbe Problem gebe es auch beim Trainingsbetrieb. Der Verband fordere eigene Umkleiden und Duschen für die Mädchen. Sie weichen auf die Umkleiden der benachbarten Sporthalle Weidenweg aus. Das sei allerdings nicht immer möglich.

Eng ist es auch bei den Schiedsrichtern. "Oft teilen sich drei Schiris eine Kabine", berichtet Tschaschler. Weibliche Unparteiische müssten sich notgedrungen im Geschäftszimmer umziehen.

Der Verein möchte deshalb das alte Gebäude abreißen und an gleicher Stelle neu und größer bauen — mit sechs Umkleiden und zwei Schiedsrichter-Kabinen. Der Neubau sollte auch über Geschäftszimmer für Senioren, Jugend, Besprechungs- und Schulungs- sowie Lagerräume verfügen. Ein Architekt hat im Auftrag des Vereins einen Entwurf gemacht und die Kosten auf rund 945 000 Euro geschätzt.

"Hilden 05/06 hat heute viel mehr Mannschaften als früher", bestätigt Sportdezernent Reinhard Gatzke: "Dieser Entwicklung muss man Rechnung tragen." In den vergangenen zwölf Jahren habe sich die Mitgliederzahl bei 05/06 im Kinder- und Jugendbereich mehr als verdoppelt: Im Jahr 2000 hatte die Sportvereinigung noch acht Jugendmannschaften, heute 21 Kinder-, Jugend- und Mädchenmannschaften. Der Verein habe auch 30 Prozent mehr erwachsene Mitglieder gewonnen: Sie spielen unter anderem in drei Senioren-Teams. "Der Trainings- und Spielbetrieb lässt sich mit den beiden vorhandenen Umkleiden nicht mehr ordnungsgemäß gestalten und organisieren", stimmt der Sportdezernent dem Verein zu.

Im Auftrag des Sportausschusses wird die Stadtverwaltung jetzt untersuchen, ob — als Alternative zu einem Neubau — der Altbau saniert und durch einen Anbau erweitert werden kann — und was das wohl kosten würde. Das Ergebnis soll im Herbst vorliegen und im Fachausschuss beraten werden. Entscheiden würde aber der Stadtrat — im Rahmen der Haushaltsberatungen Ende 2013/Anfang 2014 . Der SV Hilden Nord erhielt im vergangenen Jahr ein neues Funktionsgebäude an der Furtwänglerstraße für 1,2 Millionen Euro. Die Summe wurde im städtischen Haushalt auf zwei Jahre verteilt.

(RP)